Behauptungen verbreiten sich rasant in sozialen Netzwerken

Polizei warnt: Falsche Meldungen im Netz

Schwalm-Eder. Im Internet wimmelt es vor erfundenen Geschichten. Mal wird um Geld für die Behandlung eines krebskranken Mädchens gebeten, mal wird vor Trickbetrügern gewarnt, mal wird von Tierquälern berichtet, die Hunde töten.

Die Liste, der Falschmeldungen - die in der Fachsprache Hoax heißen -, die auf der Internetseite der Technischen Universität Berlin entlarvt wurden, lässt sich beliebig verlängern. Jetzt tauchte auch eine angebliche Warnung der Polizeistation Fritzlar vor Autodieben im sozialen Netzwerk Facebook auf.

„Da ist nichts dran“, sagt Reinhard Giesa, Pressesprecher der Polizeidirektion des Schwalm-Eder-Kreises. Weder im Landkreis, noch in Nordhessen habe es den beschriebenen Trickdiebstahl gegeben. Selbst deutschlandweit habe man keinen solche Fall verzeichnet.

Dabei werde angeblich ein Zettel an die Heckscheibe eines Fahrzeugs geklemmt und das Auto in dem Moment gestohlen, in dem der Fahrer aussteigt, um den Zettel zu entfernen. „Bitte senden Sie diese Nachricht an alle Ihre Freunde. Danke für Ihre Verbreitung einer wichtigen Warnung“, steht am Ende der Nachricht.

Nur ein Klick der gutgläubigen Internetnutzer und schon verbreiten sie die Nachricht im Netz. Manchmal passiert mehr als das: „Hinter diesen Nachrichten kann sich auch ein Virus verstecken“, erklärt Giesa. Dieser könne Schaden am Rechner der Nutzer anrichten. „Daten und Informationen werden ausgespäht.“ Giesa rät Internetnutzern, erst zu überlegen und sich kundig machen, bevor sie auf solche Meldungen klicken und verbreiten.

„Diese Warnungen, stellen die eigentlichen Viren dar, denn sie richten erheblichen Schaden an“, heißt es auf der Internetseite der TU Berlin. Generell würden nie echte Virus-Warnungen auf diese Weise in die weite Welt geschickt. Sehr wohl könnten aber Viren in Dateianhängen von E-Mails enthalten sein.

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Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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