Verdächtiges Geld abgeben

Polizei warnt vor falschen 50-Euro-Scheinen in Melsungen

Melsungen. Im Schwalm-Eder-Kreis ist Falschgeld im Umlauf. Der Polizei sind aus den vergangenen Tagen drei Fälle bekannt, weitere sind nicht ausgeschlossen. So erkennen Sie Falschgeld.

Mindestens zwei falsche 50-Euro-Scheine wurden laut Polizei zum Bezahlen in Melsunger Geschäften benutzt. Im dritten Fall wurde ebenfalls mit einem gefälschten 50-Euro-Schein bezahlt. Der Schein wurde in einer Filiale einer Bäckerei benutzt. Allerdings fiel das Falschgeld erst auf, als es auf der Bank eingezahlt werden sollte. 

Es lässt sich nicht mehr rekonstruieren, wo das Geld im Umlauf kam. Die anderen Scheine wurden in einem Lokal und ebenfalls in einer Bäckerei in Verkehr gebracht. Hinweise auf den Täter gibt es nicht.

Die Scheine wurden vom Kassenpersonal der Betriebe nicht erkannt und fielen erst im Nachhinein als Fälschungen auf.

Was passiert jetzt mit dem Falschgeld?

„Bei den Fälschungen handelt es sich augenscheinlich um eine gute Qualität“, sagt Philipp Eifert, Sprecher der Polizeidirektion im Schwalm-Eder-Kreis. Das Falschgeld werde jetzt von Spezialisten der Polizei untersucht. Prinzipiell sei es möglich, Fingerabdrücke von den Scheinen zu nehmen. Eine sinnvolle Auswertung sei aber wegen der Fülle der Spuren auf den Scheinen meist nicht möglich, erklärt Eifert.

Unabhängig von den drei Fällen tauchen auch immer wieder vereinzelt Fälschungen von Banknoten anderer Wertigkeit und sogar gefälschte Münzen auf. 

Um sich vor Falschgeld zu schützen, lohnt es sich, die Sicherheitsmerkmale des echten Geldes zu kennen. Denn: Wer Falschgeld wissentlich in Verkehr bringt, macht sich strafbar. „Wer unwissentlich Falschgeld in Umlauf bringt, kann straffrei ausgehen“, sagt Eifert. Dies entscheide aber im Zweifel die Staatsanwaltschaft. Falschgeld muss bei der Polizei oder einer Bank abgegeben werden. Ersatz gibt es nicht. 

Falschgeld erkennen:

Die Sicherheit der Euro-Banknoten liegt im Zusammenspiel der verschiedenen Sicherheitsmerkmale. Die Polizei gibt Hinweise an die Bevölkerung, wie Falschgeld zu erkennen ist:

  • Durchsichtsregister: Beim Durchsichtsregister handelt es sich um ein Merkmal, dass sich auf der linken oberen Ecke der Vorderseite der Note befindet. Unregelmäßige Zeichen auf beiden Seiten bilden im Gegenlicht die Wertzahl. 
  • UV-Eigenschaften: Im Papier der Noten befinden sich Fasern, die unter UV-Licht rot, grün und blau leuchten. Auf der Vorderseite leuchtet eine Europaflagge in zwei Farben. Alle anderen leuchtenden Bildteile auf der Vorderseite unterscheiden sich und ergeben sich aus dem Design bzw. der Druckfarbenwahl. Auf der Rückseite leuchten eine Europakarte, eine Brücke und der Wert des Scheins gelb.
  • Mikroschrift: Auf beiden Seiten der Note befinden sich winzige Schriftzeichen, die auf einer echten Banknote gestochen scharf sind.

Auch Münzen können gefälscht sein:

  • Konturen: Auf echten Münzen sind klare Konturen zu erkennen, die bei Fälschungen häufig verschwommen oder uneben sind. 
  • Farbtönung: Ein weiteres Merkmal ist die abweichende Farbtönung. 
  • Randprägung: Weiterhin sind die Randprägungen auf der echten zwei Euro Münze gestochen scharf in den Münzrand eingeprägt. 
  • Magnetisch: Ein- und zwei Euro Münzen sind schwach magnetisch. Fälschungen lassen sich nicht anziehen oder haften fest am Magneten. 

Quelle: HNA

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