Polizei warnt: Weiche Drogen werden härter

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Joint.

Wolfhager Land. Joints werden immer gefährlicher und ihre Konsumenten immer jünger. Diese Entwicklung beobachtet die Polizei. „Bei Routine-Kontrollen im Straßenverkehr stellen wir immer häufiger illegale Drogen im Urin fest“, sagt Polizei-Pressesprecherin Sabine Knöll.

Oft aber würden Jugendliche den ersten Joint rauchen, bevor die Polizei sie aus dem Verkehr ziehen kann: Im Landkreis Kassel ist das ab etwa 16 Jahren.

Cannabis ist laut Polizei die beliebteste Einstiegsdroge. Ein Drittel der 12- bis 25-Jährigen haben mindestens einmal Cannabis konsumiert - das berichtet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Cannabis galt langjährig als weiche Droge“, erklärt Sabine Knöll, doch vermehrt beschlagnahmt die Polizei Haschisch und Marihuana mit gefährlich hohem Wirkstoffgehalt aus professionellem Indoor-Anbau.

Die Spätfolgen eines frühen Konsums sind derzeit nicht absehbar, sagt Knöll: „Das Gehirn befindet sich noch im Wachstum.“ Auch sogenannte Partydrogen aus synthetischen Stoffen werden beliebter. Bei harten Drogen wie Heroin und Kokain hingegen registriert die Polizei, dass Handel und Konsum abnehmen. Die Polizei zählte im Vorjahr 172 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz im Kreis. Die Aufklärungsquote ist hoch: Laut der Pressesprecherin konnten 158 Fälle geklärt werden. Anders als in Großstädten gebe es im ländlichen Raum keinen offenen Handel im großen Stil. „Verkauft werden Betäubungsmittel eher privat - im kleinen Kreis, der sich vertraut“, sagt Knöll, „fallweise in Discotheken oder Spielhallen“.

Die Polizei betreibt kreisweit Prävention an den Schulen. Im Altkreis Wolfhagen setzt man sogar noch früher an. „Mit dem Präventionsprogramm Kinder stark machen gehen wir schon in die Kindergärten“, so Dienststellenleiter Robert Grau.

Quelle: HNA

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