Polizei zu Autoeinbrüchen in Melsungen: Wohl keine Scanner genutzt 

Melsungen. Einbrüche in Autos ohne Einbruchspuren – das hat es in Melsungen zuletzt mehrmals gegeben. Volker Schulz, stellvertretender Pressesprecher der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis, glaubt nicht, dass dabei „Scanner“ benutzt wurden, mit denen schlüssellose Schließsysteme überlistet werde können.

Die Polizeibeamten, die nach den Auto-Einbrüchen die Anzeigen aufnahmen, hatten den Einsatz dieser Scanner, die offiziell Funkwellenvertärker heißen, vermutet. Das hatte auch die HNA gemeldet.

Einsatz meist bei Autodiebstählen

„Diese Geräte werden in der Regel verwendet, wenn Autos gestohlen werden – weil man damit auch die Wegfahrsperre deaktivieren kann“, erklärt Schulz. Auto-Diebstähle habe es rund um Melsungen zuletzt aber nicht gegeben. Der Pressesprecher vermutet eine andere Strategie. „Es gab schon vor einigen Jahren mal eine Einbruch-Serie, bei der die Täter gezielt nach Autos gesucht haben, die nicht abgeschlossen waren“, sagt Schulz. Für ihn ist das auch für die jüngsten Einbrüche eine schlüssigere Erklärung als der Einsatz von Scannern. Ausschließen möchte er das aber nicht.

Nur Keyless Go betroffen

Ein solches Gerät kostet laut Schulz bis zu 35 000 Euro. Wer technisch versiert sei, könne einen Funkwellenverstärker aber auch mit verhältnismäßig einfachen Mitteln nachbauen. Betroffen seien lediglich Fahrzeuge mit Keyless-Go-Systemen, bei denen sich die Türverriegelung automatisch öffnet, wenn man mit dem Schlüssel in die Nähe des Autos kommt. Schlüssel, bei denen man mit einem Tastendruck die Türen öffnet, seien nicht betroffen.

Alufolie gegen Scanner

Besitzern von Autos mit dem Keyless-System rät Schulz, darauf zu achten, ob sich verdächtige Personen in der Nähe des eigenen Autos aufhalten – diese könnten dort das Signal abfangen. Allerdings kann das Signal laut einem Bericht von Spiegel Online auch durch Hauswände hindurch abgefangen werden. Vor den Scannern kann man sich laut dem Bericht schützen, indem man den Schlüssel mit drei Lagen Alufolie umwickelt. Außerdem gibt es mittlerweile spezielle Sicherheitsboxen. Besitzern von Autos mit herkömmlichen Schließsystemen rät der Pressesprecher: „Immer daran denken, das Auto abzuschließen.“

Quelle: HNA

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