Das Burgfest in Jesberg lockte alte und junge Besucher mit zahlreichen Aktionen

Mit Pommes ins Mittelalter

Sie sorgten für ordentlichen Radau beim Jesberger Burgfest: Die Kasseler Traditions-Kanoniere. Foto: Hintzmann

Jesberg. Es rauchte und roch nach Kanonenfutter zwischen den Ruinen der Burg auf dem Schlossberg in Jesberg. Mit Gesängen „aus edlen Kehlen“ und „Klappern mit den Händen“ wurden die etwa 400 Besucher beim Burgfest in Jesberg ins Mittelalter versetzt.

Mittelalterfans hielten nicht nur nach Rittern, Jungfrauen und dem Schultheiß Ausschau, sondern auch nachdem Magister von Linsingen. Sie alle wandelten an Zelten, Bühnen, Ständen und Armbrustschützen vorbei, während viele Kinder in einem Berg von Stroh tobten.

Druiden und Kämpfer

Bei der Knappenprüfung, bei Vorführungen mittelalterlicher Kampfkunst und bei den Kellerwalddruiden gab es viel zu schauen und zu erleben. Und doch: Beim Duft von Pommes Frites, Bratwurst, Schmalz- und Rote-Wurst-Brot, blieben die Vorzüge der Gegenwart allgegenwärtig. Einen Einblick in die Kampfkunst der Frühen Neuzeit gewährten die Kasseler Traditions-Kanoniere. „Wir haben unsere Kleidung nach historischen Vorlagen selbst gefertigt“, erzählte Kanonierin Gabriele Loleit. Auch die Kanone, aus der mit ohrenbetäubendem Donner geböllert wurde, und die Lafette sind Marke Eigenbau.

Der Männergesangverein Densberg, Kinder der Kellerwaldschule und des Kindergartens Jesberg, der Männergesangverein Hundshausen, der Gesangverein Elnrode/ Strang, die Chorvereinigung Jesberg und die Densberger Frühstücker trugen zum unterhaltsamen Programm bei. Nach dem ökumenischen Gottesdienst am Morgen klarte der Himmel auf. Zum Abschluss des Festes gab es einen Stockkampf, die Vermessung der holdesten Jungfrau und die Verhaftung eines frevelhaften Vaganten. (zgh)

Quelle: HNA

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