Gehälter drei Monate sicher

Insolvenz eröffnet: Positive Aussichten für Plag-Mitarbeiter

Schwalmstadt. Das Amtsgericht Marburg hat das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Druckerei Plag in Treysa eröffnet. Das teilte Dr. Hans-Jörg Laudenbach mit. Der Gießener Anwalt wurde in diesem Verfahren als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.

Nach den bisherigen Verhandlungen und Gesprächen mit den beteiligten Geschäftspartnern der Plag gGmbH sei davon auszugehen, dass der Betrieb zunächst fortgeführt werden könne, erklärt der Anwalt in einer Pressemitteilung. Aufträge seien vorhanden, insbesondere hätten die beiden Hauptauftraggeber eine Weiterbeauftragung signalisiert, beziehungsweise bereits fest zugesagt.

Um eine dauerhafte Fortführung zu gewährleisten seien besondere Anstrengungen insbesondere im Bereich Marketing und Vertrieb erforderlich. Darüber hinaus sollen Kosten gesenkt werden.

Positive Aussichten ergeben sich insbesondere durch die gute Liquiditätslage, durch die sehr motivierten Mitarbeiter sowie dadurch, dass die Gesellschaft nunmehr befreit von Altverbindlichkeiten arbeiten kann.

Der Insolvenzantrag der Druckerei nach Angaben von Laudenbach erforderlich geworden, nachdem eine fest eingeplante Anlagenfinanzierung nicht zustande gekommen war und weil die Umsatzerlöse seit längerer Zeit zurückgegangen waren.

Die Gesellschaft beschäftigt 17 Mitarbeiter am Standort in Treysa. Die Gehälter seien für die kommenden drei Monate über das Insolvenzausfallgeld gesichert, heißt es in der Pressemitteilung.

Alleinige Gesellschafterin der Plag gemeinnützige GmbH war die Hephata-Diakonie gewesen. (syg)

Quelle: HNA

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