Nach Portoerhöhung zum neuen Jahr

Post bietet 3-Cent-Wertzeichen an

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Auf die Kombination kommt’s an: Im Hintergrund 55er-Sondermarken, vorne neue Marken im Wert von 3 und 58 Cent.

Schwalm-Eder. Wer einen Brief verschicken möchte, der zahlt seit 1. Januar drauf. Von 55 Cent hat die Deutsche Post das Porto bei Standardbriefen auf 58 Cent erhöht. Aber was tun, wenn noch alte Marken zu Hause liegen?

Für diesen Fall hat die Post eine 3-Cent-Marke drucken lassen. Sie wird neben eine alte Marke auf den Brief geklebt. Ein schlichter, weißer Hintergrund, auf den eine graue Drei gedruckt ist. In der Ecke unten rechts ein pinker Kasten, in dem in weißen Lettern „3 Cent“ steht. Oben links in pinken Buchstaben das für eine Briefmarke obligatorische „Deutschland“.

Die Übergangsmarke der Deutschen Post ist nicht gerade eine Schönheit. Briefmarkensammler beklagen sich im Internet darüber. Dennoch verkauft sie sich gut. „Die Marke ist der Renner“ sagt Heidrun Schiller. Sie arbeitet in der Post-Filiale in der Ziegenhainer Straße in Homberg. „Zum Ende des vergangenen Jahres haben wir die Kunden darauf aufmerksam gemacht, dass sie keine großen Vorräte an alten Marken mehr kaufen sollten“, erzählt sie. Dennoch scheinen die Restbestände noch so groß, dass die Übergangsmarke reißenden Absatz findet.

Was aber passiert, wenn versehentlich nur eine alte Marke auf einen Brief geklebt wird? „Dann muss Nachporto gezahlt werden“, sagt Heinz-Jürgen Thomeczek, Pressesprecher der Deutschen Post. Eine Karenzzeit, in der noch mit 55 Cent frankierte Briefe ausgetragen werden, gibt es nicht. „Wenn das falsche Porto im Briefzentrum entdeckt wird, geht der Brief zurück an den Absender. Falls der Fehler erst bei der Zustellung auffällt, muss der Empfänger nachzahlen – und zwar die fehlenden drei Cent sowie eine Gebühr von 51 Cent.“ Man sollte sich also nicht um den neuen Preis herumdrücken.

Steigende Konkurrenz

Zum ersten Mal seit 15 Jahren wird damit das Porto erhöht. Das sei vor allem durch die steigende Konkurrenz durch das Internet notwendig gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Post. Email-Kontakt und der Nachrichtenaustausch via Social-Media führe zu einem Rückgang des Briefverkehrs. Damit der jedoch weiterhin in gewohnter Qualität verlaufen könne, müsse man die Preise anpassen.

Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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