Aktion der Linkspartei am Melsunger Postgebäude

Post-Schließung: Protest per Filzstift

Markige Worte: Viele Postkunden nahmen die Aufforderung der Linkspartei an und bekundeten ihren Protest mit einem dicken Filzstift. Foto:  nh

Melsungen. „Vielen Dank für Ihr Verständnis“ steht auf einem Plakat am Melsunger Postgebäude an der Rotenburger Straße. Verständnis sollen die Kunden dafür haben, dass die Postbank den Standort mit Ablauf dieses Jahres schließen wird (wir berichteten).

Die Linkspartei Schwalm-Eder, die dies scharf kritisiert, hat den Plakat-Aushang für eine Protestaktion genutzt. Der linke Kreistagsabgeordnete Jochen Böhme-Gingold hat laut einer Pressemitteilung Postkunden und Passanten vor dem Gebäude angesprochen, ihnen einen fetten Filzstift zur Verfügung gestellt und sie aufgefordert, ihre Meinung zu der Filialschließung auf dem Plakat kundzutun.

Offenbar wurde die Möglichkeit rege genutzt, wie ein von der Linkspartei übermitteltes Foto zeigt: „Unmöglich“, „Das geht gar nicht“ oder „Die Melsunger werden von der Post verhöhnt“ ist handschriftlich auf dem Aushang zu lesen.

Die Linke fordert nach eigenen Angaben den Erhalt des kompletten Postdienstes in Melsungen. Die gelbe Post könnte in der Stadt geeignete Räume mieten oder kaufen und dort den Postbetrieb wie bisher anbieten, sagt Böhme-Gingold. Das vorhandene Postgebäude biete sich dafür hervorragend an.

Die Post ihrerseits will zum Jahresbeginn eine so genannte Partnerfiliale in der Nähe des jetzigen Standorts einrichten. Diese wird dann von einem privaten Unternehmen betrieben. Für größere Postbankgeschäfte müssen Kunden aus Melsungen dann nach außerhalb fahren. Die nächste Geschäftsstelle ist in Baunatal. (asz)

Quelle: HNA

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