Neuer Betreiber gesucht

Postbank schließt Filiale in Gensungen

Gensungen. Ab Oktober wird es in Gensungen keine Postbank mehr geben. Der Betrieb sei wirtschaftlich nicht mehr rentabel, sagte Post-Sprecher Thomas Kutsch auf Anfrage.

Nicht mehr rentabel wäre ohne Postbank aber auch die dazugehörige Postfiliale, sagt Betreiberin Christina Schöllhorn. Sie will die Poststelle in ihrem Raumausstattungs-Geschäft deshalb Ende September schließen.

"Das war erstmal ein Schock für mich", sagt Christina Schöllhorn über jenen Tag im März, als die Postbank die Zusammenarbeit mit ihr kündigte. Die 44-Jährige setzte sich als erstes mit ihrer Steuerberaterin zusammen. Die rechnete aus: Ohne die Postbank würde Schöllhorn mit der Postfiliale monatlich mehr als 500 Euro Minus machen. Damit war klar, dass sich Christina Schöllhorn vom Postgeschäft trennen musste - nach mehr als zwölf Jahren.

Raumausstattungsgeschäft und Wäscherei bleiben erhalten, verspricht Christina Schöllhorn. Nur ihre Briefe und Päckchen können die Gensunger ab Oktober nicht mehr in der Poststraße 4 abgeben.

Die vier Mitarbeiterinnen der Poststelle verlieren Ende September ihren Arbeitsplatz: Zwei sind in Teilzeit beschäftigt, zwei auf 400-Euro-Basis. Eine von ihnen ist Herta Clobes. "Zum Glück bin nicht auf diese Arbeit angewiesen, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen", sagt sie. Der Abschied fällt ihr trotzdem schwer, schließlich ist sie von Anfang an dabei.

Nach Angaben von Thomas Kutsch wird derzeit ein neuer Partner gesucht, der künftig eine Postfiliale in Gensungen betreiben kann. Dazu ist die Post wegen der Größe des Felsberger Stadtteils - Gensungen hat knapp 3000 Einwohner - auch verpflichtet. "Eine Postbank wird es aber künftig nicht mehr geben", sagte Kutsch. Die Postbank in Gensungen sei einfach nicht genug genutzt worden. "Die Kunden stimmen mit den Füßen ab", erklärte der Post-Sprecher. Postbank-Kunden müssen künftig die Filiale in Felsberg (Zum Haintor 1) nutzen.

Quelle: HNA

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