Präzision ist ihr Handwerk: Waldarbeitsmeisterschaft in Remsfeld

Remsfeld. 80 Forstleute nahmen an der Hessischen Waldarbeitsmeisterschaft in Remsfeld teil

Kettensägen in Hochgeschwindigkeit und Forstwirte in voller Aktion: Das konnten die Besucher am Wochenende im Remsfelder Gewerbegebiet bei der Hessischen Waldarbeitsmeisterschaft erleben.

Der Veranstalter, das Team des Vereins Waldarbeitsmeisterschaften Hessen, wollte vor allem eines: Diesen besonderen Beruf vorstellen, der so vielen Anforderungen zugleich gerecht werden muss. Denn Waldarbeiter sind nicht nur Wind und Wetter ausgesetzt - sie müssen bei ihrer Arbeit tagtäglich hohe Präzision und vor allem viel Konzentration aufbringen, um Gefahren zu bannen und Unfälle zu vermeiden.

Knapp 5000 Zuschauer nutzten die Gelegenheit und bewunderten am Samstag und Sonntag die Leistungen der knapp 80 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet und auch manchem Nachbarland. Vereinsvorsitzender Werner Klingelhöfer, Bürgermeister Jörg Müller und der Neukirchener Forstamtsleiter Günter Schumann eröffneten die Veranstaltung, die Forstwirtschaftsmeister Hartmut Keim aus Remsfeld organisiert hatte. Das aber sei ohne die vielen helfenden Hände von Feuerwehr, Sponsoren und Einwohnern nicht möglich gewesen, gab Keim den an ihn gerichteten Dank gleich weiter.

Keim (62) ist Gründungsmitglied des Vereins Waldarbeitsmeisterschaften und zugleich dessen ältestes aktives Mitglied. Ein ganzes Jahr lang hatte er die Veranstaltung vorbereitet, die nun mit Bravour über die Bühne ging.

Die Hessische Waldarbeitermeisterschaft findet alle zwei Jahre an wechselnden Austragungsorten in ganz Hessen statt. Schon am Samstagmorgen trugen fünf Startergruppen die fünf Disziplinen aus. Die Gruppen bestanden aus der Landesklasse Hessen, der U24 (größtenteils Auszubildende), den Gästen aus den Nachbarländern und deren U24-Startergruppe.

Als Disziplinen standen Kettenwechseln, Zielfällung, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt und Entastung auf dem Programm. Die Teilnehmer mussten an jeder Station einen fachgerechten Einsatz der Kettensägen sowie eine schnelle und gewissenhafte Umsetzung der Aufgabe beweisen.

Dabei durften sie natürlich auch nicht die Aspekte der Arbeitssicherheit vernachlässigen, betonte Hartmut Keim. Wer kein Verbandspäckchen dabei hatte, seinen Gehörschutz nicht anlegte oder gar nur eine mangelhafte Sicherheitsausrüstung vorweisen konnte, erhielt einen Punktabzug oder schied gar gleich aus dem Wettbewerb aus. Ulrich Laabs, Remsfelds Vizewehrführer und stellvertretender Gemeindebrandinspektor moderierte die Königsdisziplin „Zielfällung“. Durch sein Fachwissen ließ Laabs kaum eine Frage offen. Die Mitglieder der Feuerwehr Remsfeld versorgten die Besucher mit vielen Speisen und Getränken.

Die Sieger

Teamcup Hessen-Forst: Hendrik Teller / Werner Klingelhöfer, 2. Platz Marius Lohse/Raymond Chilla, 3. Platz Vanessa Schultz / Erwin Drescher

Profiklasse: Thomas Wickert aus Frankenau, 2. Platz Werner Klingelhöfer aus Ernsthausen, 3. Platz Erwin Drescher (rechts) aus Löhlbach.

Waldarbeitermeisterschaft U24: 1. Platz Julian Teller, 2. Platz Jonas Matheis, 3. Platz Marius Lohse.

Von Benjamin Kimpel

Quelle: HNA

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