Die Slowakin Eva Soldanova ist auch an der Eröffnung der Aktion Hoffnung für Osteuropa beteiligt

Zum Praktikum in die Schwalm

Ähnlichkeiten: Eva Soldanova berichtete, dass die Tracht in ihrem Heimatland Slowakei ein wenig wie die der Schwälmer, im Hintergrund ein Foto, aussieht. Sie lernt vier Wochen die Arbeit in unserem Kirchenkreis kennen. Foto: Schittelkopp

Ziegenhain. „So ähnlich sieht die Tracht in der Slowakei aus“, erzählte Eva Soldanova, als sie die Fotografie in der HNA-Redaktion sah. Die 21-Jährige absolviert derzeit ein vierwöchiges Praktikum im Dekanat in Ziegenhain.

Die Studentin der Diakoniewissenschaft kam über ein Stipendium des Gustav-Adolf-Werks nach Deutschland. Neben einer einjährigen Studienzeit in Leipzig beinhaltet das Stipendium auch ein Praktikum. Seit ein paar Tagen lernt die junge Frau nun die Gemeindearbeit in der Schwalm kennen.

Horizont erweitern

In einer Woche erlebte Eva Soldanova viel: „Besonders interessant war für mich der Besuch bei Hephata“, sagte sie. Denn auch ihre beruflichen Ziele gehen in diese Richtung: „Ich möchte gern einmal in einem Diakoniezentrum arbeiten“, sagte Eva Soldanova, ob mit Kindern oder älteren Menschen weiß sie allerdings noch nicht genau.

Die Praktikantin besuchte den Konfirmandenunterricht und die Hephata-Werkstätten. Außerdem schaute sie den Mitarbeitern in der Krankenhausseelsorge über die Schulter, nahm am Gemeindekonvent und am Kindergottesdienst in Schrecksbach teil.

„Eva soll erfahren, wie die Kirchenarbeit hier aufgestellt ist“, berichtete Dekan Christian Wachter, wichtig sei bei dem Praktikum, dass sie den eigenen Horizont erweitere.

Unterschiede zwischen der evangelischen Kirche in ihrer Heimatstadt Bratislava und Ziegenhain stellte sie bereits fest. Auch Sightseeing soll während ihrer Zeit nicht zu kurz kommen: Besuche in Marburg und Kassel sind geplant.

„Unsere Gemeinde ist konservativer“, erzählte die Slowakin. So gefiel ihr die Ten-Sing-Gruppe besonders: „So etwas gibt es bei uns nicht.“

Auch bei der Kampagne der Landeskirche Kurhessen-Waldeck „Hoffnung für Osteuropa“, die am Wochenende in Ziegenhain eröffnet wird, wirkt Eva Soldanova mit. So diskutiert sie am Sonntag in der Kulturhalle in Ziegenhain zum Thema Konfirmation in einer Diasporagemeinde wie Bratislava mit, in der Protestanten die Minderheit stellen. Zudem liest sie während des Gottesdienstes am Sonntag in der Schlosskirche eine Bibelpassage von der Versuchung Jesu in der Wüste – natürlich in slowakischer Sprache.

Programm

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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