Reibungsloser Übergang

Paul Jaufmann übernimmt die Praxis von Dirk Martenstein in Sand

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Neue Leitung: Dirk Martenstein (links) übergibt seine Praxis in Sand an Paul Jaufmann (Mitte). Ingrid Beckmann wird ab Oktober in den Ruhestand gehen. Für Vertretungsfälle will sie der Praxis aber auch weiterhin zur Verfügung stehen.

Bad Emstal. Die Wände wurden frisch gestrichen. Sie sind nur der Anfang der Veränderungen in der Praxis von Dr. Dirk Martenstein und Ingrid Beckmann in Sand. 

Denn Paul Jaufmann wird zum 1. Oktober die Leitung übernehmen.

Paul Jaufmann kennt die Region. Der gebürtige Kasache war in der Kreisklinik Wolfhagen bereits als Oberarzt tätig. „Im Krankenhaus habe ich mich allgemein weitergebildet“, sagt der heute 40-Jährige. Schon damals war ihm klar, dass er als Hausarzt arbeiten möchte. Nachdem er in Gudensberg in einer Gemeinschaftspraxis angestellt war, wagt er nun den Schritt zur eigenen Praxisleitung. Jaufmann wird die Praxis von Dirk Martenstein übernehmen. „Ich bleibe aber weiterhin als angestellter Arzt in der Praxis aktiv“, sagt der 68-jährige Martenstein. Seine Kollegin Ingrid Beckmann wird ab Oktober in den Ruhestand gehen. Für Vertretungsfälle will sie der Praxis aber weiterhin zur Verfügung stehen.

Martenstein hat ohne Suchen einen Nachfolger für seine Praxis gefunden. Paul Jaufmann sprach ihn im vergangenen Jahr an. Nach einer Nacht Überlegung stand für Martenstein fest: „So ein Angebot muss ich annehmen.“. Nach einem viertel Jahr hatten sie auch den Ablauf geklärt.

Facharzt für Akupunktur

Ihr Ziel: Für die Patienten soll alles beim Alten bleiben. Hausbesuche werden weiterhin angeboten. Auch Langzeitpatienten werden wie gehabt betreut, genauso wie die Pflegefälle in Altenheimen. Beim Personal in der Praxis soll es ebenfalls keine Veränderungen geben. 

Ein paar Neuheiten gibt es aber dann doch. Paul Jaufmann erweitert das Behandlungsangebot. Als Facharzt für Akupunktur will er diese Technik vor allem für Patienten mit chronischen Rücken- und Knieproblemen in der Praxis in Sand einsetzen. Zudem wird ein Ultraschallgerät angeschafft für Aufnahmen von Bauch- und Brustraum und der Schilddrüse.

Warum Jaufmann entgegen dem allgemeinen Trend als Hausarzt arbeiten möchte? „Die hausärztliche Versorgung bietet eine sehr spannende Breite. Man betreut sowohl alte Leute als auch manchmal Kleinkinder.“ Zudem sei das Krankheitsspektrum sehr vielseitig.

Zur Person

Paul Jaufmann wurde 1977 in Kasachstan geboren. 1993 kam er mit seiner Familie nach Deutschland. Von 1999 bis 2006 studierte Jaufmann in Tübingen Medizin. Der Internist und Notfallmediziner ließ sich in Bad Arolsen zum Facharzt für Akupunktur ausbilden. 2012 kam er als Oberarzt an die Kreisklinik in Wolfhagen. Zuletzt war er in Gudensberg in einer Gemeinschaftspraxis als Internist.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Quelle: HNA

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