Kostümtheater und Musiker des Schwalmgymnasiums gewinnen hohe Auszeichnung

Preisgekrönte Kreativität

Kostüme, Tanz und Musik: Mit ihrem Beitrag beim Kreativwettbewerb bei den Kasseler Musiktage überzeugten das Kostümtheater Ko-Mode und der Leistungskurs Musik die Jury und wurden mit einem hochdotierten Preis belohnt. Fotos:  3 Rose/ 1 Privat/nh

Treysa. Das Kostümtheater Ko-Mode um Nonna Ruda und Xenia Prytula macht seit mehr als zehn Jahren von sich reden: Fast die Sprache verschlug es jetzt auch der Jury eines Kreativwettbewerbs bei den Kasseler Musiktagen, wo sich die Akteure des Kostümtheaters mit jungen Musikern des Schwalmgymnasiums auf der Bühne präsentierten.

Die Juroren waren schlicht begeistert von der Umsetzung des Wettbewerbsthemas „Gegeneinander – Miteinander“. Belohnt wurde der Beitrag mit dem höchstdotierten Preis über 2000 Euro. Die Preisverleihung findet am kommenden Sonntag, 10. November, 19 Uhr, im Staatstheater statt.

Dabei sah es zunächst so aus, als würde das Ensemble nicht länger bestehen können: Mitglieder waren zum Studium fort gegangen, auch Xenia Prytula, die für alle Choreografien zuständig ist, bekam ein Stipendium in Düsseldorf. „Aber es fanden sich 12 Mädchen, die wieder sehr fleißig zusammen üben“, sagt Nonna Ruda. Xenia komme zu den Proben dann an Wochenenden extra in die Schwalm.

Improvisation war gefragt

Die Wettbewerbschoreografie füge sich aus vier Teilen zusammen, erläutert Prytula. Drei Facetten zeigten traditionelle Ko-Mode-Choreografien, im finalen Teil seien eigene Tanz- und Bewegungskompositionen – Improvisationen – der Mädchen zu sehen. Während die Tänzerinnen seit Sommer an den Abläufen feilten, waren auch die jungen Damen des Modedesigns nicht untätig. Nach Entwürfen von Nonna Ruda wurden fantasievolle Kostüme geschneidert. „Die Kostüme sollten das Thema Kontraste und Harmonie unterstützen“, erklärt Ruda.

Symbolhaft unterstützt wird die Inszenierung durch Schaumstoffblöcke, die in der Choreografie effektvoll gegeneinander verschoben werden – dazu bilden die Tänzerinnen Paare. So ergebe sich ein Spannungsbogen, der Kampf und Freundschaft beinhalte, sagt Xenia Prytula.

Die passenden Rhythmen erarbeiteten Lehrer Andreas Fiebig und sein Leistungskurs Musik. Er war es auch, der den Aufruf zum Wettbewerb las: „Ich habe sofort an die Ko-Mode gedacht. Einfach, weil die Gruppe das Thema deutlich verkörpert und das auf eine plastische und illustrative Art und Weise umsetzt“, erklärt Fiebig.

Der Leistungskurs habe passend zum Thema eine Konzeption geschaffen, die Gegeneinander und Miteinander in der Musik ausdrücke: „Da bedient man sich dissonanter und konsonanter Klänge, arbeitet mit Tonhöhen, um Kontraste zu erzeugen“, vedeutlicht der Musiker. Die Folge seien einzelne Beiträge von Gruppen, bevor die Musik in einer gemeinsamen Schlussnummer verschmelze. „Dabei kamen die professionell ausgearbeiteten kreativen Ideen von den Schülern“, verdeutlicht Fiebig. Das Gesamtwerk soll bald auch in der Schule zu sehen sein. „Wahrscheinlich als Teil eines Tanzabends zum Halbjahreswechsel“, plant Fiebig. Das Geld werde zum größten Teil in die kreative Arbeit fließen. „Aber eine richtige Sause mit den Schülern gibt es auf jeden Fall.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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