Premiere des Kunst- und Handwerkermarktes durch Klostermuseum Merxhausen

+
Fast zu schön für den Alltag: Frauke Sambale hatte ihre kunterbunte Gebrauchskeramik mit zum ersten Merxhäuser Kunst- und Handwerkermarkt gebracht.

Merxhausen. Er stand offensichtlich unter einem guten Stern, der erste Kunst- und Handwerkermarkt am Sonntag in und rund um das Klostermuseum in Merxhausen. Während andere Orte im Altkreis sintflutartigen Regenfällen ausgesetzt waren, fand das bunte Markttreiben überwiegen bei strahlendem Sonnenschein statt.

Vielleicht lag es an der positiven Energie, die Lichtarbeiterin Heike Leisegang aus Volkmarsen mit in den Bad Emstaler Ortsteil gebracht hatte. Mutmachende Gesänge, kraftgebende Mediationen und Engelbilder fanden regen Zuspruch, wie auch der Austausch mit einer Frau, die viel Spannendes über ihre Liebe zur schamanischen Arbeit zu berichten wusste.

Dass auch Angelika Schülken mit viel Liebe ihrer Kunst mit Wolle nachgeht, war beim Besuch ihres kunterbunten Filzstandes zu spüren. Längst ist für sie aus dem einstigen Hobby eine Leidenschaft geworden, der sie in ihrer Altendorfer Filzschule viel Raum gibt. „Ich lasse mich gern von der Natur inspirieren und verbinde die gewonnenen Impressionen mit meiner Phantasie“, sagt Schülken, die in der heimischen Werkstatt auch Kurse für Groß und Klein anbietet.

Ihr aktuelles Lieblingsstück ist eine Tasche in Form eines Löwenkopfes, der aber mehr kuschelig denn bedrohlich wirkt. „Ich habe dafür ganz besondere Wolle verwendet, die von englischen Wensleydale-Schafen“, erklärt sie stolz, eine Rasse, die über besonders lange Locken verfüge.

Über magelndes Interesse der rund 400 Marktbesucher konnte sie sich dann auch nicht beklagen, kein Wunder, liegt Filz derzeit doch voll im Trend, wirkt nicht nur isolierend, schmutzabweisend und wärmend, sondern auch noch ausgleichend.

Wie die Arbeit mit Ton, wovon Frauke Sambale ein Lied singen kann. Die Kasseler Künstlerin arbeitet seit vielen Jahren mit dem Naturprodukt, verbindet in ihrer Werkstatt lebendige Linien mit einer auf traditionelle Formen basierenden Gebrauchskeramik. Heraus kommen da Tassen, Kannen und Töpfe, die so schön für den Alltag fast zu schade sind.

Mit der Auswahl der Aussteller haben die Veranstalter des Kultur- und Geschichtsverein ein glückliches Händchen bewiesen und zudem ein ihnen wichtiges Ziel verfolgt. „Wir wollen mit dem Markt auch an die Wirkungen der Frauen auf unsere Region seit dem Mittelalter erinnern und über die Kooperation mit dem Atelier Alte Wäscherei zudem die Kunsttherapie für Patienten in den Fokus rücken“, sagt Museums-Vorsitzender Hartwin Neumann, der sich mehr als zufrieden zeigte mit der rundum gelungenen Marktpremiere im Sonnenschein.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare