Kreisjagdverein Wolfhagen veranstaltete Test-Pirschpfad für angehende Jungjäger

Probelauf im Langen Rod

Zu dritt unterwegs: Tobias Degenhardt, Annegret Weinhold und Christine Hoeppe vom Kreisjagdverein Wolfhagen an einer Station des Test-Pirschpfades bei Ippinghausen. Foto:  zih

Ippinghausen. Es war so etwas wie die Generalprobe für die praktische Prüfung im Mai: 44 angehenden Jungjäger aus den Kreisjagdvereinen Wolfhagen, Kassel, Hofgeismar, Bad Wildungen, Edertal und der Schwalm trafen sich am Sonntag im Langen Rod bei Ippinghausen zum Test-Pirschpfad. Hier galt es zu überprüfen, wie gut das in den zurückliegenden Monaten Erlernte sitzt.

Auf einer Strecke von gut zwei Kilometern hatte der Kreisjagdverein Wolfhagenmehr als 100 Exponate auf 15 Stationen in Wald und Flur platziert. Präparate galt es von den Auszubildenden auf dem Weg zum Grünen Abitur, der staatlichen Jägerprüfung, zu identifizieren und Fragen zu beantworten. Nach Abschluss des Pirsch-Übungspfades wurden die Aufgaben mit den Ausbildern detailliert durchgesprochen.

Ein solcher Pirsch-Lehrpfad, so Britta Hartmann-Barth, Ausbildungsleiterin des Kreisjagdvereins Wolfhagen, könne jedoch nur stichpunktartig das breitgefächerte Spektrum der zukünftigen jagdlichen Aufgaben abfragen. Denn Jagd sei viel mehr als nur das Erlegen von Wild. Britta Hartmann-Barth: „Jagd bedeutet vor allem auch für jeden Jäger die persönliche Übernahme von Verantwortung für die heimische Flora und Fauna.“

Fundiertes Fachwissen

Die Jagdausübenden regulieren streng nach gesetzlichen Vorgaben den Wildbestand, schaffen und sichern Lebensräume für bedrohte Arten durch geeignete Hegemaßnahmen. „Dazu“, so die Ausbildungsleiterin weiter, „müssen die zukünftigen Jäger umfassend die Zusammenhänge im Tier- und Pflanzenbereich kennen“. Das gelinge nur mit einem fundiertem Fachwissen. Dieses noch einmal vor der Prüfung abzurufen und zu vertiefen sei Sinn und Zweck des waidmännischen Lehrpfades.

„Jagd bedeutet vor allem auch für jeden Jäger die persönliche Übernahme von Verantwortung für die heimische Flora und Fauna.“

Britta Hartmann-Barth Ausbildungsleiterin

Der Themenkatalog spannte sich dabei von den in Wald und Flur lebenden heimischen Tierarten über Wildbiologie, Wildhege, Natur- und Umweltschutz, Jagdbetrieb und waidgerechte Jagdausübung, bis hin zu Sicherheitsbestimmungen. Aber auch die Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten sowie -hygiene, Grundzüge des Wald- und Landbaues, Wildschadenverhütung, Waffengesetz, Schießausbildung und Jagdhundewesen waren geforderte Aufgaben für die Prüfungskandidaten auf dem auch für die Öffentlichkeit zugängigen Test-Pirschpfad.

Apropos Jagdhundewesen. Rund 20 unterschiedliche Jagdhunderassen hatte man aufgeboten. Wolfgang Kommallein, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Wolfhagen, erläuterte datailliert Wesen, Eigenschaften und Einsatzbereiche der einzelnen Hunderassen.

Prüfungen im Mai

Im Mai schlägt für die 44 angehenden Jäger die Stunde der Wahrheit, dann stehen die Abschlussprüfungen - schriftlich, praktisch und mündlich - vor der Jagdbehörde ihres jeweiligen Landkreises an. (zih)

Quelle: HNA

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