Kommunen müssen Entsorgungskosten zahlen

Probleme mit illegalem Müll: Mehr Kontrollen

Wolfhager Land. Wilde Müllablagerungen sind im Altkreis Wolfhagen ein Dauerärgernis. Die Aufräumarbeiten müssen nämlich die Kommunen bezahlen - und damit die Steuerzahler.

Beim Zweckverband Naturpark versucht man das Problem jetzt durch verstärkte Kontrollen in den Griff zu bekommen. „Außerdem haben wir unsere Parkplätze einsehbarer gestaltet, um Müllsünder abzuschrecken“, so Depenbrock.

„Illegaler Müll ist auf unseren Parkplätzen ein großes Problem“, sagt Jürgen Depenbrock vom Zweckverband Naturpark Habichtswald. Der Verband ist für rund 75 Wanderparkplätze in Stadt und Landkreis Kassel sowie dem nördlichen Schwalm-Eder-Kreis zuständig. Ziel von Müllsündern seien vor allem die Plätze am Stadtrand von Kassel. Die Fundstücke reichten vom Monitor bis zum Möbelstück.

 „Bei Baunatal hat jemand sogar einen ganzen Lkw mit Sperrmüll abgeladen“, erzählt Depenbrock. Auf den Parkplätzen, die von den Kommunen sauber gehalten werden, sieht es ähnlich aus: „Wir haben häufig wilde Müllablagerungen zu beseitigen“, so Wolfgang Fischer, Chef des gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirks mit Sitz in Habichtswald. Auch an unbeobachteten Wald- und Feldwegen finde man oft Säcke mit Hausmüll und sogar ganze Bäder und Küchen.

In Wolfhagen gibt es Saisonmüll in der Landschaft und den nicht zu knapp: „Im Herbst haben wir vor allem mit Reifen und Heckenschnitt zu kämpfen“, so Außendienstchef Lars Eskuche. Beliebt bei Müllsündern sind unter anderen die Parkplätze zwischen Sand und Niedenstein sowie zwischen Balhorn und Martinhagen. Das berichtet ein Sprecher der Gemeinde Bad Emstal. In Breuna findet sich häufig illegaler Müll zwischen Breuna und Oberlistingen sowie zwischen Breuna und Wettesingen. Immer wieder sammelt der Naumburger Bauhof den Müll entlang des sogenannten Russenweges ein.

Quelle: HNA

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