Projekt des DRK bietet Flüchtlingsfamilien in Wolfhagen soziale Hilfen an

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Miteinander der Kulturen: Vera Wenzel (Mitte) leitet ein Projekt des DRK in Wolfhagen. Dabei erhalten Flüchtlingsfamilien verschiedene Hilfsangebote. Fotos: privat/nh

Wolfhagen. „Willkommen, Salam", heißt ein Projekt des Deutschen Roten Kreuz in Wolfhagen, das seit Anfang des Jahres soziale Hilfe für Flüchtlingsfamilien anbietet.

Projektleiterin Vera Wenzel betreut aktuell 13 Familien mit insgesamt 28 Kindern, die seit Anfang des Jahres in der Pommernanlage oder in der Wolfhager Kernstadt leben. Wie kann man Flüchtlingsfamilien willkommen heißen? Welche Aufgaben und Herausforderungen begegnen besonders Flüchtlingsfamilien in ihrer ersten Zeit in Deutschland? Auf diese Fragen sucht Wenzel gemeinsam mit den Familien aus Afghanistan, Syrien, Iran, Irak und Somalia Antworten.

„Wir besuchen die Familien, begleiten bei der Anmeldung zum Kindergarten, unterstützen bei den ersten Gesprächen mit den Erzieherinnen“, erklärt Vera Wenzel. Man gehe mit einigen Müttern zum Yoga oder zur Wirbelsäulengymnastik und mit den zwei- bis fünfjährigen Kindern und deren Eltern zum Kinderturnen.

Darüber hinaus bietet das DRK eine Spiel- und Kontaktgruppe für ein- bis dreijährige Kinder und deren Eltern an. In diesem Zusammenhang begleitet die Projektleiterin Eltern und Kinder auch einmal wöchentlich beim Besuch des Cafe Dino, ein offenes Angebot des DRK-Kreisverbandes Kassel-Wolfhagen, das sich an Eltern und Tagesmütter mit ihren Kindern richtet.

„Durch das gemeinsame Spielen und Singen aber auch durch Bilderbücher können die Kinder und auch ihre Eltern viele deutsche Wörter lernen und ein Gefühl für die neue Sprache bekommen.“

Eltern und Kinder können hier kontinuierlich Kontakte zu anderen Familien aufbauen. Dabei lernen sich Menschen unterschiedlicher Kulturen kennen und Kinder machen erste Spracherfahrungen. „Durch das gemeinsame Spielen und Singen aber auch durch Bilderbücher können die Kinder und auch ihre Eltern viele deutsche Wörter lernen und ein Gefühl für die neue Sprache bekommen“, so Wenzel.

Mit dem Kursangebot des DRK „Fit fürs Babysitting“ werden Mädchen und Frauen der asylsuchenden Familien vorbereitet, Kinder zu betreuen. Den ersten Kurs haben sechs Jugendliche (iranischer, afghanischer und deutscher Herkunft) mit dem Zertifikat „Fit für Babysitting“ abgeschlossen.

Die jungen Mädchen haben so die Möglichkeit ihre Eltern zu unterstützen, wenn die zum Beispiel Sprachkurse besuchen und während dieser Zeit eine Kinderbetreuung benötigen.

Beim DRK freut man sich darüber, das inzwischen eine iranische Frau im Helferteam des Café Dino mitarbeitet und ein afghanischer Vater, der von Beruf Fotograf ist, zahlreiche Fotos macht, um das Projekt zu dokumentieren.

Finanziell gefördert wird das Projekt von der Glücksspirale - zunächst für die Dauer von einem Jahr.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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