Wasenberger informierten sich über die Möglichkeit, ein Energiedorf zu werden

Projekt wächst Schritt für Schritt

Wasenberg. Wasenberg will Energiedorf werden. In der vergangenen Woche hatte die Initiative, die sich für das Projekt stark macht, zu einem Informationsabend in das Haus der Generationen eingeladen.

Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin der Naturkraft-Agentur, stellte in ihrem Referat die Vorteile der Bioenergiedörfer dar, erläuterte die verschiedenen Möglichkeiten dieser Alternative. Grundsätzlich gelte es, drei Punkte voranzutreiben:

• Die nur begrenzt vorhandenen fossilen Energieträger müssen geschont werden.

• Die Importabhängigkeit muss reduziert werden.

• Der CO2-Ausstoß muss drastisch verringert werden.

Das vorgestellte Nahwärmekonzept transportiert die ortsnah erzeugte Wärme über ein unterirdisches Leitungsnetz in die Haushalte. Durch die Entscheidung für ein genossenschaftliches Modell seien die teilnehmenden Bürger unmittelbar eingebunden in die Entscheidungswege, erklärte Buhse. Diese Gesellschaft sei nicht profitorientiert, dadurch würden die Energiekosten erheblich unter das zur Zeit bekannte Niveau sinken.

Bernd Riehl, Vorstand der Energiegenossenschaft Erfurtshausen, berichtete wie in seinem Heimatdorf ein Nahwärmesystem errichtet worden ist. 65 Prozent der Hauseigentümer sind in Erfurtshausen an das System angeschlossen. Die dortige Genossenschaft habe die Wende weg vom Öl zu 100 Prozent erreicht. Hervorzuheben sei die gleichzeitige Verlegung von Glasfaserkabeln, die den Mitgliedern der Genossenschaft u.a. schnelles Internet zur Verfügung stellt.

Die Wasenberger Initiative will nun das genaue Interesse wird mithilfe einer Fragebogenaktion ermitteln. Bei einer positiven Beurteilung, könnte eine Genossenschaft gegründet werden und die Arbeitsgruppen könnten mit Planungen beginnen. (syg)

Mehr Informationen unter unter www.wasenberg.de

Quelle: HNA

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