Erste Kaufinteressenten abgesprungen

Wohnkonzept "50plus" in Ehlen: Bauprojekt gerät ins Stocken

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Warten auf den Baustart: An der Kasseler Straße in Ehlen soll eine Wohnanlage für ältere Menschen (50plus) errichtet werden. Bislang ist der Bauantrag noch nicht genehmigt.

Ehlen. Das Bauprojekt mit dem Wohnkonzept „50plus" in Ehlen ist ins Stocken geraten. Nach Angaben des ortsansässigen Bauträgers, dem Bauunternehmen pbs, seien erste Kaufinteressenten für die Wohnungen bereits abgesprungen.

Von vormals elf wollten nun nur noch sieben Kunden eine der barrierefreien Wohnungen in dem neuen Gebäude kaufen, das im Kreuzungsbereich von Kasseler Straße und Warmetalstraße errichtet werden soll.

Bereits Mitte August habe der Bauträger einen Bauantrag gestellt. Der liegt dem Kreisbauamt  vor. Allerdings habe die Gemeinde Habichtswald das Grundstück noch nicht an pbs verkauft, sagte dessen Geschäftsführer Eckhard Schaub. „Und ohne Grundstück können wir nicht bauen.“ Ansonsten habe sein Büro alle erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, um loslegen zu können.

Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue  wollte sich mit dem Hinweis darauf, dass es sich um ein laufendes Verfahren handle, zum Vorgang nicht näher äußern. Er versicherte lediglich, dass der Gemeindevorstand nach wie vor hinter den Inhalten des Wohnkonzepts 50plus stehe und die von der Gemeindevertretung abgesegnete architektonische Planung umgesetzt haben wolle.

Abwasserkanal verlegt 

Bewegung hat es auf dem Grundstück des ehemaligen Bauhofs am Ortseingang von Ehlen in den vergangenen Wochen aber dennoch gegeben. So hat die Gemeinde Habichtswald einen Abwasserkanal verlegt, der zuvor quer über das Areal verlief. Bereits vor einigen Monaten war das kontaminierte und verunreinigte Erdreich entsorgt worden.

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Die Wohnanlage „Wohnkonzept 50plus“ ist ein Projekt der Gemeinde. Auf dem ehemaligen Bauhofgrundstück in Ehlen sollen 15 barrierefreie und altersgerechte Eigentumswohnungen errichtet werden. Im Gebäude entstehen Gemeinschaftsräume und ein Servicebüro. Die wählbare Betreuung älterer Menschen übernimmt der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Ebenfalls Wohnraum für ältere Menschen soll an der Kasseler Straße ein Stück weiter ortseinwärts geschaffen werden. Aber auch dort tut sich auf den ersten Blick wenig. Wie Bürgermeister Raue sagte, liege der Bauantrag für die Gebäude vor. „Sobald wir die Genehmigung haben, werden wir mit dem Abriss der Gebäude beginnen“, sagte Adolf Schulz, Geschäftsführer des Kasseler Unternehmens Resort Vilacolum, das am Standort neun Reihenhäuser, zehn Wohnungen, ein Ladenlokal und mehrere Stellplätze errichten möchte. Um für die Gebäude Platz zu schaffen, sollen der alte Rewe-Markt und das ehemalige Forstamt abgerissen werden.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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