Freiwilliges Kirchgeld: Ende Oktober werden Briefe in den Haushalten verteilt

57 Projekte auf der Wunschliste

Spenden für die Balhorner Kirche: Fünf Projekte stehen auf dem Wunschzettel. Foto: Archiv

Wolfhager Land. 57 Projekte werden in der neuen Runde des Freiwilligen Kirchgelds beworben, die jetzt im evangelischen Kirchenkreis Wolfhagen startet. Ab dem 29. Oktober werden die Haushalte in den Kirchengemeinden individuell abgefasste Briefe erhalten, in denen die Kirchenvorstände die einzelnen Verwendungszwecke erläutern. Bis Ende März/Anfang April 2013 läuft die Spendenaktion.

Rückläufige Zuweisungen aus den Kirchensteuereinnahmen und gleichzeitig steigende Kosten waren 2006 Gründe, das Freiwillige Kirchgeld einzuführen - der Kirchenkreis Wolfhagen war Pilotprojekt in der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck. Inzwischen machen 23 der 25 Kirchengemeinden des Wolfhager Landes mit und stellen jährlich eine Liste mit Wünschenswertem und Notwendigem zusammen, das aus Mitteln der Kirchensteuer allein nicht zu finanzieren wäre.

Für spezielle örtliche Projekte zu spenden und zu wissen, wohin das Geld fließt, falle vielen leichter, als Geld für allgemeine Zwecke zu geben, meint Dekan Dr. Gernot Gerlach.

Die zielgerichtete Spende für die „Kirche im Dorf“ sei wohl auch für die gute Bilanz des Kirchgelds verantwortlich: Zuletzt wurden 102 113 Euro erzielt, ein Plus von fast 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gespendet wurde für 67 Projekte.

13 Nennungen

Auf den aktuellen Projektlisten der Kirchengemeinden rangiert der Erhalt, beziehungsweise die Sanierung von Kirchen mit 13 Nennungen nach wie vor vorn. Dies betrifft aber nicht nur die Finanzierung von laufenden oder anstehenden Arbeiten und von Anschaffungen, sondern auch die Rückzahlung von Darlehen, die für aufwändige Sanierungen aufgenommen werden mussten.

Doch auch die Fortsetzung des Diakonie-Projekts „Mach mit“, das Menschen in Armut die Möglichkeit zur aktiven Teilhabe am sozialen Leben und zur Selbsthilfe ermöglichen soll, wird verstärkt von den Gemeinden beworden (12).

Zunehmend auf den Listen tauchen die Gemeindehäuser (6) auf. Daraus spreche, so Dekan Gerlach, der Wunsch der Menschen, die Gemeindehäuser als Treffpunkte zu erhalten. Derzeit wird im Kirchenkreis ein Bedarfsplan erarbeitet, der für alle Gemeindehäuser den Sanierungsbedarf feststellt.

Weitere Spendenbereiche sind die Gemeindearbeit vor Ort (13), Jugend- und Konfirmandenarbeit (6), Kirchenmusik (6) und Kindertagesstätten (1). (bic)  Artikel Links

Quelle: HNA

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