Protest für die Felsberger Ortsumgehung

Felsberg. Sie geben nicht so schnell auf: Die Mitglieder der Felsberger Bürgerinitiative und die Bewohner der Altstadt halten an ihrer Forderung nach einem raschen Bau der Ortsumgehung fest. Diesen Wunsch bekräftigten sie gestern während eines Protest-Spaziergangs durch die Felsberger Altstadt.

Doch es ist unwahrscheinlich, dass sich der Wunsch nach einer Verkehrsentlastung der Altstadt bald erfüllt.

Es hakt an mehreren Stellen:

1. Gutachten

Aktualisiert um 18.33 Uhr.

Die Stadt Felsberg wartet immer noch auf die Gutachten, die für den Bau der Umgehungsstraße erforderlich sind. Eigentlich wollte Hessen Mobil diese Gutachten bis Oktober 2013 geliefert haben, sagte Bürgermeister Volker Steinmetz gegenüber der HNA. "Jetzt habe ich die Zusage, dass die Gutachten uns im Laufe des Februars vorgelegt werden." Der Grund für die Verzögerungen liegt offenbar beim Planungsbüro, das von Hessen Mobil beauftragt worden war, die nötigen Gutachten für die Ortsumgehung zu erstellen.

Hessen Mobil hatte deshalb sogar erwogen, den Vertrag mit dem Planungsbüro zu kündigen so steht es in einem Schreiben von Hessen Mobil an die Felsberger Bürgerinitiative, das der HNA vorliegt. Hessen Mobil-Sprecher Horst Sinemus sagte jedoch auf HNA-Anfrage, man werde weiterhin mit dem Planungsbüro zusammenarbeiten. "Wir sind mit dem Büro in Kontakt, und die werden liefern", versprach Sinemus, "wir sind zuversichtlich."

Doch auch wenn die Gutachten tatsächlich im Februar auf dem Tisch liegen, ist unklar, wann die Umgehungsstraße tatsächlich gebaut werden könnte, sagte Bürgermeister Steinmetz. "Wir müssen dann erst abwarten, welche Einwände es möglicherweise gegen die Pläne gibt."

2. Grundstücksankäufe

Ein weiteres Hindernis sind die stockenden Grundstücksankäufe durch die Hessische Landgesellschaft (HLG). Diese sollten eigentlich bis Ende 2013 abgeschlossen sein doch noch immer wurden mit einigen Betroffenen, etwa dem Landwirt Ludwig Fenge, der sich gegen den geplanten Trassenverlauf ausspricht, keine Gespräche geführt.

Und selbst wenn es Gespräch gäbe: "Wir würden nicht verkaufen", sagte Margot Fenge gestern gegenüber der HNA.

3. Finanzierung

Es ist mehr als fraglich, ob das Land Hessen den Bau der Umgehungsstraße finanzieren würde.

Denn laut dem Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Regierung sollen mit Landesmitteln künftig eher bestehende Straßen saniert als neue gebaut werden.

Quelle: HNA

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