Protest gegen Höchstspannungsleitung nach Mecklar

Schwalm-Eder-Kreis. Gemeinden und Bürgerinitiativen haben in Kassel ihre Einwände gegen die umstrittene 380 Kilovolt-Höchstspannungsleitung von Niedersachsen nach Mecklar vorgebracht.

Bei einem Erörterungstermin des Regierungspräsidiums forderte die Bürgerinitiative Schwalm-Eder-Kreis am Montag ein durchgehendes Erdkabel anstelle des Neubaus der rund 190 Kilometer langen Leitung. Diese ist nach Angaben des Netzbetreibers Tennet erforderlich, um den an den Küsten erzeugten Windenergie-Strom nach Hessen und weiter in den Süden zu transportieren.

Das Projekt soll dem Regierungspräsidium zufolge 2013 in die Planfeststellung gehen und die Leitung 2015 gebaut werden. Die Naturschutzorganisation BUND protestierte mit einem Transparent gegen die Leitung und forderte einen Stopp des Projekts. „Wir brauchen erst den Nachweis, dass die Windenergie der Motor für den Leitungsbau ist“, sagte BUND-Sprecher Thomas Norgall.

Der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Timon Gremmels, forderte, die Sorgen der Anwohner ernster zu nehmen. Er wünsche sich von Tennet, Erdkabel in Ortsnähe ernsthaft zu prüfen. (lhe)

Quelle: HNA

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