Bewohner haben 140 Unterschriften gesammelt 

Protest gegen Verlegung von Bushaltestellen in Albshausen 

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Als Buswendeplatz ungeeignet: Anwohner mit Ortsvorsteher Ralf Kauffeld (ganz links) auf dem Vorplatz des DGH/Feuerwehrhauses, welcher letztes Jahr mit Öko-Pflaster angelegt wurde.

Albshausen. Gegen die Neuplanung der Bushaltestellen in Albshausen formiert sich breiter Widerstand: 140 Unterschriften wurden bisher gesammelt, um den Erhalt und Ausbau der derzeitigen Haltestellen zu fordern.

Entgegen dem Willen vieler Einwohner, plane die Gemeinde Guxhagen auf Empfehlung des Ordnungsamts, die bisherige Haltestelle an der Nürnberger Straße aufzugeben. Stattdessen solle eine neue Haltestelle „Zum Forst“ am Albshäuser Feuerwehrhaus/DGH eingerichtet werden (HNA berichtete).

Die Unterschriftensammlung sei das letzte Mittel, vor dem Gang zum Verwaltungsgericht, betont Ortsvorsteher Ralf Kauffeld. Im Ort sei man geschlossen für den Erhalt der alten Haltestelle: „Bisher haben wir 100 Prozent Unterstützung von allen bekommen, die wir bei der Unterschriftensammlung angetroffen haben“, freut sich Kauffeld. Gegenwärtig laufe die Unterschriftensammlung im knapp 300 Einwohner großen Ort noch, im Januar wolle man dann die Liste an die Guxhagener Gemeindevertretung übergeben. Gegen die Verlegung der Haltestelle spräche unter anderem, dass die neue Straßenführung der Buslinie die Abfahrt in Richtung Guxhagen um mindestens zwei Minuten verlängere. Eine vermeintlich kurze Zeitspanne, die aber dazu führe, dass kaum jemand mehr rechtzeitig die Anschlusszüge am Guxhagener Bahnhof erreichen könne. Noch ärgerlicher sei, dass dann auch die Haltestelle im Heideweg abgeschafft werden solle, wo jedoch die meisten im Ort zusteigen würden, sagt Kauffeld.

Zudem müsse der Vorplatz des Feuerwehrhauses als Wendeplatz für den Bus herhalten. Diesen hatten einige Albshäuser erst vergangenes Jahr in Eigenarbeit von Grund auf mit einem Öko-Pflaster erneuert. „Das Pflaster ist für einen Buswendeplatz überhaupt nicht geeignet – nach einem Jahr Abnutzung wäre unsere ganze Arbeit umsonst“, meint Frank Schmidt, der am Platz mitgearbeitet hat.

Ein Ausbau der bisherigen, provisorischen Haltestelle sei hingegen dringend nötig: Anwohner berichten, dass niemand den Grasstreifen am Straßenrand als Haltestelle erkenne, Autofahrer würden unvorsichtig und mit hoher Geschwindigkeit fahren. Teils würden sogar einige Busfahrer die Haltestelle übersehen und nicht anhalten. 

Quelle: HNA

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