Protest sorgt für neue Dynamik

Bundesstraße 254 soll blockiert werden – Kandidaten sprechen von baldiger Lösung

Unshausen/Hebel. Auf der Bundesstraße 254 in Unshausen und Hebel wird der Verkehr am Freitag ab 15 Uhr vermutlich sehr langsam oder gar nicht mehr fließen. Grund ist eine Protestaktion, mit der auf die Verkehrsbelastungen hingewiesen werden soll.

Vor allem, seit es durch die Baustelle auf der A 7 an der Helterbachbrücke immer wieder zu Unfällen und Umleitungen kommt, haben Lärm und Gestank in den beiden Waberner Ortsteilen stark zugenommen.

Die Menschen dort fordern seit längerer Zeit ein nächtliches Tempolimit von 30 km/h für Lastwagen sowie den Bau einer Querungshilfe am Ortseingang von Unshausen.

Der Wahlkampf bringt nun offenbar einige Dynamik in die Diskussion. Er habe am Mittwoch ein Fax an das hessische Wirtschaftsministerium geschrieben, mit dem Hinweis, dass es am Freitagnachmittag zu einer Protestaktion auf der Bundesstraße kommen werde, berichtete Waberns Bürgermeister Günter Jung gegenüber der HNA. Auch die öffentliche Wirkung, die eine solche Aktion im Wahlkampf haben werde, habe er erwähnt.

Am Donnerstag erschien nun eine Pressemitteilung der Bundestags- und Landtagskandidaten Bernd Siebert, Mark Weinmeister (beide CDU) und Nils Weigand (FDP), wonach das Begehren für ein Tempolimit für die Ortsdurchfahrten von Hebel und Unshausen auf „einem guten Weg“ sei und „kurzfristig realisiert“ werden könne. Das hätten Gespräche mit den Spitzen des hessischen Wirtschaftsministeriums ergeben.

Einen Zeitpunkt für die Anordnung eines Tempolimits könne er noch nicht nennen, sagte Mark Weinmeister am Donnerstag auf Anfrage der HNA. Voraussetzung sei noch das Ergebnis einer Äbwägung des Regierungspräsidiums und des Schwalm-Eder-Kreises. Weinmeister: „Das lässt sich aber hinbekommen.“ Positive Signale aus dem Wirtschaftsministerium gebe es auch, dass nach Abschluss der Zuckerrüben-Kampagne mit dem Bau einer Querungshilfe begonnen werden könne, erklärte Bernd Siebert.

Dieter Corpataux, der Ortsvorsteher von Unshausen, ist da weiter skeptisch. Bisher habe Minister Florian Rentsch vehement abgelehnt, eine Baustelle auf der B 254 in Unshausen einzurichten, so lange an der Helterbachbrücke gebaut werde.

Die Unshäuser und Hebeler jedenfalls haben ihre Plakate gemalt und wollen heute dafür sorgen, dass die Bundesstraße zu einer verkehrsberuhigten Zone wird. Schleichwege soll es nicht geben. Auch die Feldwege werden in die Aktion einbezogen.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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