Positive Jobcenter-Bilanz für 2012, aber verhaltene Prognose

15 Prozent weniger Hartz-IV-Empfänger

Gregor Vick

Wolfhager Land. Die Bilanz des Jobcenters für den Landkreis Kassel für das Jahr 2012 fällt sehr positiv aus: Während die Zahl der Arbeitslosen in den Agenturen in den vergangenen Monaten wieder leicht anstieg, konnte das Jobcenter die Zahl weiter verringern.

Bei den Hartz-IV-Empfängern der Geschäftsstelle Wolfhagen sank die Zahl von 594 auf 505, dies sind fast 15 Prozent weniger. „Wir haben alle arbeitsmarktpolitischen Spielräume ausgenutzt und so wirtschaftlich und nachhaltig im Sinne der Kunden gearbeitet. Das gute Ergebnis beruht nicht zuletzt auf der guten Zusammenarbeit von Leistung sowie Vermittlung im Haus und der Nutzung von Netzwerken“, sagt Gregor Vick, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Kassel.

Ebenfalls gegen den Trend entwickelte sich der Bereich der Fördermittel: Bundesweit wurden deutlich weniger Fördermittel ausgegeben als veranschlagt.

Beim Jobcenter des Landkreises hingegen wurden 100 Prozent der Fördermittel ausgegeben und so 2124 Menschen in einen Job vermittelt. Auch bei den so genannten Bedarfsgemeinschaften, bei denen mindestens eine Person im Haushalt lebt, die Leistungen des Jobcenters in Anspruch nimmt, sank die Zahl – im Vergleich zum Vorjahr um 116 auf aktuell 5609.

Nach dem positiven Verlauf von 2012 sind die Prognosen für dieses Jahr allerdings nicht ganz so gut: „Die Aussichten für 2013 sind verhalten optimistisch. Wurde 2012 noch die gute Arbeitsmarktentwicklung genutzt und viele Menschen in reguläre Jobs vermittelt, wird diese Dynamik 2013 vermutlich stark nachlassen,“ sagt Vick.

Dies hänge auch mit der Streichung von Steuermitteln in Milliardenhöhe zusammen. Zum Tage/Seite 2

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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