Tagesstätte

Psychosoziales Zentrum mit neuen Räumen im Fritzlarer Lioba-Haus für 800.000 Euro umgebaut

Einweihung des Psychosozialen Zentrums im Lioba-Haus in Fritzlar: Von links Torsten Fröhlich (Architekt), Armin Schomberg (Aufsichtsrat im Emstaler Verein), Dechant Jan Schütz, Frank Nikutta (LWV-Nordhessen), Karl-Otto Cyriax (Geschäftsführer des PSZ-Schwalm-Eder-Nord), Hartmut Spogat (Bürgermeister von Fritzlar), Rolf Peter Ligniez (Aufsichtsrat Emstaler Verein), Rose Ostermann (Emstaler Verein) und Silke Etzeroth (PSZ). Foto: Schmitt

Fritzlar. Hilfe für Menschen mit psychischen Defiziten gibt es in Fritzlar seit Freitag im Lioba-Haus. Nach der Umbauzeit ist das Zentrum von der Spitzengasse an den Domplatz gezogen.

An einem alten Balken aus dem Lioba-Haus in Fritzlar machte der Geschäftsführer des Psychosozialen Zentraums, Karl-Otto Cyriax, bei der Einweihung des Hauses, die Geschichte des Gebäudes und dessen Zukunft deutlich. Künftig soll der Balken im Eingang zu sehen sein.

Nach Darstellung von Geschäftsführer Cyriax stammt der Balken aus einer Decke, die beim Einbau des Fahrstuhls geöffnet wurde. Auf der einen Seite wurde der Name Lioba eingebrannt und auf der anderen die Zahl 2016, das Jahr, an dem der Pachtvertrag mit der katholischen Kirche geschlossen wurde.

Auf den beiden anderen Seiten steht PSZ und das Jahr 2066. Laut Cyriax stelle das die Zukunft des Hauses dar, zeige aber auch die Verbindung in die Vergangenheit, denn die Buchstaben PSZ wurden mit Garderobenaufkleber wie sie in Kindergärten genutzt werden gebildet.

Dechant Schütz sagte in seiner Ansprache, er freue sich, dass das Haus, das früher als katholischer Kindergarten genutzt wurde und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom stehe, erhalten werde. Erfreulich sei auch, dass es für einen sozialen Zweck genutzt wird.

Dem schloss sich im wesentlichen auch Bürgermeister Hartmut Spogat an. Lange habe es gedauert und viel Geld habe die Sanierung gekostet. Doch sei ein solches Zentrum wichtig, um Menschen, die Hilfe im Alltag nötig hätten, Unterstützung zu gewähren.

Frank Nikutta vom Landes wohlfahrtverband (LWV) sagte, bedeutend für psychisch Erkrankte sei, ihren eine Tagesstruktur und Mut für die Zukunft zu geben. All das sei im Lioba-Haus am Domplatz besser möglich, als in den beengten Räumen in der Spitzengasse. Mit dem sanierten Gebäude sei das PSZ Schwalm-Eder-Nord an den drei Standorten Fritzlar, Melsungen und Homberg gut aufgestellt.

Nach dem Umbau sind im Erdgeschoss die Tagesstätte für psychisch Benachteiligte sowie die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle untergebracht. Dazu gibt es Büros und Wohngemeinschaften in den oberen Stockwerken des Hauses. • Kontakt: Psychosoziales Zentrum, Domplatz 30, Fritzlar, Tel. 0 56 22/91 98-15

Quelle: HNA

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