Joy Fleming und Clemens Bittlinger beim Konzert in der Homberger Stadthalle

Publikum im Fieber

Und alle machten mit: 450 Besucher sangen in Homberg mit beim Segenslied von Clemens Bittlinger und Joy Fleming „Sei behütet auf Deinen Wegen“. Fotos: Mangold

Homberg. „Ähn recht scheener gude Nochmittag, mir sin schun ä Weil do, ma habbe uns schun akklimatisiert, ä Brätche gesse un ä Cola getrunke.“ So begrüßte die Diva des deutschen Blues, Joy Fleming, locker im Mannheimer Dialekt die Gäste in der voll besetzten Homberger Stadthalle.

Der Homberger Kulturring und die Stadt hatten das gemeinsame Konzert von Fleming und Clemens Bittlinger mit Unterstützung der VR- Bank Schwalm-Eder veranstaltet.

Mit viel Witz brachte die Mannheimerin das hessische Publikum in Schwung. Zunächst wurde das Fingerschnipsen und Kopfwackeln im Takt zu dem Lied „Fever“ geübt.

Das Lied sang die Blues- und Rockröhre danach noch in pfälzisch, wobei aus dem Fieber der Leidenschaft der englischen Version eine vergnügliche Geschichte um Opas Fieber und die Grippeimpfung wurde.

Mit ihrer Version von John Lennons Lied „Imagine“ versetzte Fleming die Luft in der Stadthalle in Schwingungen. Stimmgewaltig war auch ihr „Bridge over troubled water“, eine Homberger Premiere für die Sängerin.

Nachdenklicher Pfarrer

Eher nachdenklich waren die selbst geschriebenen Lieder des singenden Pfarrers Clemens Bittlinger, der zwischen seinen Liedern zu gesellschaftspolitischen Themen wie Diskriminierung, freier Sonntag und den Glücksmomenten des Lebens Texte las. Mit seinem Lied „Du warst nie politisch korrekt, Du hast viele aufgeweckt“ zollte er seinem Berufskollegen Christian Führer aus Leipzig Respekt, der mit seinen Friedensgebeten zum Fall der Berliner Mauer beigetragen habe.

Von den drei Liedern, die die beiden Sänger gemeinsam anstimmten, gefiel dem Publikum das Segenslied offensichtlich am besten: Alle standen auf, hielten sich an den Händen, schaukelten im Takt und sangen mit. „Wir hatten noch nie eine ausverkaufte Stadthalle“, sagte die Vorsitzende des Kulturrings Christine Beutelhoff. ZITATE

Quelle: HNA

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