Puppenbühne Wernswig zeigt Märchen „Der gestiefelte Kater“

Ziehen die Fäden im Hintergrund: Beate Schröder und Christiane Kunz zeigen die beiden neuen Figuren, die eigens für das Stück „Der gestiefelte Kater“ gefertigt wurden. Foto: Thiery

Wernswig. Die Wernswiger Puppenbühne startet am heutigen Samstag, 28. November, mit dem Märchen „Der gestiefelte Kater" in die Weihnachtssaison. Die Aufführungen laufen über die nächsten drei Monate. Die Premiere ist bereits ausverkauft.

Prunkstück ist das Bühnenbild, eine stimmungsvolle Szene im Schloss, mit Kamin und Zinnen, gebaut von Stefan Kunz, der auch die Marionetten selbst herstellt und das ganze Jahr über für die Puppenbühne bastelt. Alles ist sehr professionell, obwohl es 20 Laien aus Wernswig sind, die vor 14 Jahren aus Zufall ein freizeitfüllendes Hobby fanden.

Dabei war es zunächst nur eine Bierlaune. Kunz hatte schon als Kind Marionetten geschnitzt. Für das Kinder-Weihnachtsfest 2002, sprachen ihn die Wernswiger darauf an, und das erste improvisierte Stück wurde dort aufgeführt. Mittlerweile ist daraus ein eigenes Theater geworden.

Die alte Raiffeisenbank in Wernswig wurde vom eigens gegründeten Verein gekauft und liebevoll umgebaut. Jedes Jahr im Winter ziehen die Frauen die Fäden, dazu gibt es ein kleineres Sommerstück. Fast alle Spieler und Mitglieder des Vereins sind aus Wernswig. Drei Monate führen sie ihr Jahresstück auf, meist Märchen. Der gestiefelte Kater ist das elfte Stück in 14 Jahren. Neben dem Bühnenbild entstanden vier neue Puppen und die Kostüme dazu. Das Drehbuch schrieb Tobias Maus. Die Stimmen werden auf Band gesprochen und laufen zum Stück ab, während die Frauen oberhalb der Bühne dazu die Puppen führen.

Ein Müller hatte drei Söhne. Als er starb, erbte der Älteste die Mühle, der Mittlere einen Esel und der Jüngste nichts weiter als einen Kater. Als der darüber jammerte, fing der Kater an zu sprechen und bat um ein Paar Stiefel. Damit wollte der Kater ausgehen, sich unter die Leute mischen und das Leben des Müllersohnes verändern. Er behielt recht: Am Ende heiratete der Müllerssohn die Prinzessin und lebte glücklich und zufrieden im Schloss.

Die Premiere am Samstag, 28. November, ist bereits ausverkauft. Die nächsten Termine: Samstag, 5. Dezember, und Sonntag, 6. Dezember, 15 Uhr und 17 Uhr. Karten: Christiane Kunz, Tel. 0 56 84/8249.

www. puppenbühne-wernswig.de

(zty)

Quelle: HNA

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