Knappe Mehrheit mit den Freien Wählern – Satter Vorsprung mit den Grünen

Qual der Wahl für die SPD

Schwalm-Eder. Die Zeit der komfortablen Mehrheit von fünf Stimmen für die SPD-FWG-Koalition im Kreistag ist vorbei. Von den 71 neuen Kreistagsmitgliedern gehören nur 36 der bisherigen Koalition an. Das Endergebnis bestätigte den Trend nach der ersten Auszählung, wonach FWG und Grüne mit den Genossen eine Mehrheit im Kreistag bilden könnten.

Rein rechnerisch wird es für die bisherigen Koalitionäre mit einem Sitz Vorsprung reichen. Doch an dem knappen Vorsprung ist nicht der Juniorpartner FWG schuld. Im Gegenteil. Die FWG zieht nun mit fünf statt bisher vier Sitzen in den Kreistag ein. Drei Sitze müssen dagegen die Genossen abgeben und verfügen im Schwalm-Eder-Parlament noch über 31 Stimmen.

Angesichts solch knapper Mehrheiten könnte die stärkste Fraktion Ausschau nach einem neuen Partner halten. Der böte sich mit den Grünen an. Denn sie könnten mit ihren neun Sitzen für rechnerisch klare Rot-Grüne Koalitionsverhältnisse und stabile Mehrheiten sorgen.

„Wir werden uns der SPD nicht an den Hals werfen, sehen aber viele Schnittmengen“, sagt selbstbewusst die grüne Spitzenkandidatin, Dr. Bettina Hoffmann der HNA.

Doch auch die FWG sieht sich nicht als Mehrheitsbeschaffer, der sich dem bisherigen Koalitionspartner für eine weitere Zusammenarbeit anbiedern muss. Vorsichtig taktiert deshalb Vizelandrat Winfried Becker. Nach dem Trendergebnis hatte er erklärt, beide kämen als Partner in Frage. Daran hat die Schlussrechnung nichts geändert.

Quelle: HNA

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