Querelen im Schwälmer Heimatbund: Museumsleiter Nachtwey legt Amt nieder 

Museum der Schwalm

Ziegenhain. Konrad Nachtwey gibt den Schlüssel ab. Der Kasseler ist nicht mehr Leiter des Museums der Schwalm in Ziegenhain. Aus persönlichen Gründen lege er dieses Amt nieder, teilte er auf Anfrage der HNA mit.

Das bestätigte auch der Vorsitzende des Schwälmer Heimatbundes Wolfgang Rupp. Nachtwey habe in der Vorstandssitzung am Dienstag aus gesundheitlichen Gründen darum gebeten, von seinem Amt entbunden zu werden: „Das tut uns sehr leid.“

Von Querelen insbesondere im Zusammenhang mit dem kürzlich vorgestellten Bibelfund will der Vorsitzende des Schwälmer Heimatbundes nichts hören. Auch als „sensationell“ möchte er den Fund inzwischen nicht mehr bezeichnen. Die Bibeln seien in schlechtem Zustand gewesen und gesäubert worden, lautet nun seine Formel.

Konrad Nachtwey

Dass Nachtwey sein Ausscheiden mit der aktuellen Konstellation des Vorstandes des Schwälmer Heimatbundes in Verbindung bringen könnte, kann sich Rupp nicht vorstellen. Zwischenzeitlich habe er zwar als Vorsitzender aus familiären Gründen darüber nachgedacht, nicht erneut zu kandidieren. Da sich aber kein Nachfolger für dieses Amt finde, werde er sich mit seinen drei Vorstandskollegen bei der Mitgliederversammlung am 11. April erneut zur Wahl stellen, erklärte Rupp. Ärger und Fluktuation bei den ehrenamtlichen Museumsmitarbeitern? Auch das will Rupp so nicht stehen lassen. Seit drei Jahren leisteten 35 Menschen ehrenamtliche Museumsarbeit – und „alle sind weiter dabei“.

Der 78-jährige Nachtwey allerdings sagt der Schwalm nun Tschüss. Einerseits fühle er sich nun von einer Last befreit, sagt er, andererseits werde er die vielen Kontakte und das damit verbundene „schöne Klima vermissen“.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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