Erste Tour auf Märchen-Radweg im Chattengau

Radelvergnügen mit Mehrwert-Angebot

Gudensberg. 16 Radler starteten am Samstag in Gudensberg, um mit dem ADFC-Kreisvorstandsmitglied Ulli Horstmann und Ingo Seifert-Rösing (Stadtverwaltung Gudensberg) zum ersten Mal den „Märchen-Radweg im Chattengau“ zu erkunden.

Die Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) Habichts-wald, zu der Gudensberg, Niedenstein und Edermünde gehören, plant, diese touristische Radroute um die Langenberge zu vermarkten.

Nach gut 50 Kilometern, über 400 Höhenmetern und etlichen märchenhaften Stationen kehrten sie, wie eine abschließende Gästebefragung ergab, sehr angetan am Nachmittag zurück. Sie würden sich über eine Wegweisung freuen und die Route weiterempfehlen, insbesondere wenn, wie auf der Pilottour, die regionalen Sagen und Märchen vorgetragen werden.

In Gudensberg hörten die radelnden Gäste, unter anderem aus Kassel und Bremen, die Sage von der Blauen Blume.

In Niedenstein empfing sie König Drosselbart und überreichte jedem ein Stoffbeutelchen mit Schokotalern. In Breitenbach war die Märchenwache geöffnet, und in Hof lernten sie das Märchen von der bösen Wassernixe kennen.

Nach einer Mittagspause in Altenbauna in der Hessenklause berichtete Ulli Horstmann als Pferdeknecht in der Knallhütte am Viehmann-Brunnen von der Märchenzuträgerin Dorothea Viehmann. In Guntershausen trug der Reiseleiter das Sterntaler-Märchen vor.

In Grifte wurde ein Halt am neuen Rastplatz an der Edermündung gemacht, bevor die Radler in Haldorf das Hirtenhäuschen besichtigten. Zum Abschluss trat am Kasseler Kreuz noch der dort verscharrte Verräter auf, der im 14. Jahrhundert zur Zerstörung Gudensberg beigetragen hatte.

Die anspruchsvolle Topographie bewältigen alle Teilnehmer mit Bravour. Die Pedelec-Radler schafften selbst die Steigungen von acht bis zehn Prozent mühelos. „Nach dieser erfolgreichen Gästetour ist es an der TAG, die Strecke auszuweisen und zu bewerben“, sagt Initiator Ulli Horstmann.

Es gibt bereits ein Logo, das von der Auszubildenden Romana Grausenburger von der Walter-Hecker-Schule im Rahmen eines Unterrichtsprojekts entworfen wurde. (red)

Quelle: HNA

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