Viel Verkehr auf Kreisstraße

Radweg zwischen Schwarzenberg und Röhrenfurth soll kommen

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Ortstermin: Die Ortsbeiräte aus Schwarzenberg und Röhrenfurth und Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) mit Zuhörern an der Fulda während eines Ortstermins. Der Radweg soll die beiden Ortschaften verbinden.

Für Radfahrer ist das Befahren der Kreisstraße zwischen Schwarzenberg und Röhrenfurth gefährlich. Für Kinder sei es sogar unzumutbar, sagen die Ortsbeiräte beider Melsunger Stadtteile. Sie fordern  einen Radweg und forcieren die Planung.

Aktuell benutzen viele zusätzliche Fahrzeuge die Kreisstraße, die zu beiden Seiten durch Leitplanken begrenzt wird. Die Strecke ist Umleitungsstrecke wegen der Sanierung der Melsunger Ortsdurchfahrt.

„Die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer auf der Kreisstraße ist lebensbedrohlich“, sagt Michael Wagner, Ortsvorsteher in Röhrenfurth. Derzeit fahren laut einer aktuellen Verkehrszählung 18 000 Fahrzeuge wöchentlich durch die Ortschaften. Immer häufiger komme es zu gefährlichen Situationen.

Im Wahlkampf habe Bürgermeister Markus Boucsein zugesichert, die beiden Orte zu verbinden, sodass die Einwohner beide Orte gefahrlos zu Fuß und per Rad erreichen könnten, sagt Timo Riedemann, Ortsvorsteher in Schwarzenberg.

Die Strecken

Zwei Verläufe seien ursprünglich in Frage gekommen. Der Radweg entlang der Bahnstrecke musste wegen naturschutzrechtlichen Bedenken fallen gelassen werden. Bevorzugt werde aktuell ein Streckenverlauf vom Schwarzenberger Weg Richtung Röhrenfurth an der Bahn und der Fulda entlang bis zur Höhe des Parkplatzes an der B 83 (Hexenbaumkurve). Dort soll dann mit einer Brücke die Fulda gequert werden und der Radweg auf den R1 geführt werden. Für diese Lösung müsste der Feldweg, den es bereits gibt, asphaltiert werden. Auf Höhe der alten „Furth“ würde dann die Brücke gebaut werden. „Wir denken an eine einfache Brücke wie es sie beispielsweise in Büchenwerra gibt“, sagt Wagner. Auf der Gegenseite müsste der Weg ebenfalls asphaltiert und an den R1 angeschlossen werden.

Die Umsetzung

Die Ortsbeiräte verwenden einen Teil ihres Budgets, um die Planung anzustoßen. Im Haushalt für 2018 müssten die Planungskosten eingestellt werden. „Ich unterstütze die Initiative der Ortsbeiräte“, sagt Markus Boucsein. Er habe sich im Wahlkampf für eine sichere Verbindung starkgemacht und finde die Idee sehr sympathisch.

Für das Vorhaben würden Fördermöglichkeiten geprüft – mit der Umsetzung sei indes erst 2020 zu rechnen, schränkt Markus Boucsein ein.

Quelle: HNA

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