HNA-Lesertreff in Zimmersrode: Rätsel ums Dings am See

+
HNA-Lesertreff

Zimmersrode. Auch nach zwei Stunden interessanter und unterhaltsamer Gesprächsrunde beim HNA-Lesertreff im Zimmersröder Gemeinschaftshaus blieb das Rätsel ungelöst: Was will die Gemeinde für viel Geld als neue Attraktion am Neuenhainer See errichten?

Eine Wasserrutsche werde es nicht sein, versicherte Bürgermeister Kai Knöpper, der sich um eine zweite Amtszeit bemüht. Aber mehr gab er nicht preis: Die entsprechenden Gremien wüssten Bescheid, hieß es lediglich. Da konnten die HNA-Redakteure Olaf Dellit und Rainer Schmitt nachbohren und fragen, wie sie wollten.

Aber das „Dings am See“ blieb nur ein Randaspekt, wenn auch ein unterhaltsamer, beim Gespräch mit den Kandidaten, die am nächsten Sonntag zur Wahl stehen. Dabei blieb Jürgen Lenz, Wohnort Timmendorfer Strand, der sich ebenfalls zum zweiten Mal zur Wahl stellt, die schillerndste Figur.

Warum er sich denn das noch einmal antue, er habe doch beim vergangenen Mal nur 5,6 Prozent erreicht, wollte Olaf Dellit wissen. Das sei ja wie beim Supertalent im Fernsehen: Da träten auch immer wieder die an, die vom Bohlen nur schlechte Kritiken bekommen hätten.

Aber Jürgen Lenz hat Selbstbewusstsein: Er verstehe seine Kandidatur als erwünscht, er habe Resonanz erlebt und wolle „noch ein paar Stimmen mehr holen“ als 2005.

Für Erich Göbert, den einheimischen Gegenkandidaten zu Knöpper, liegt die Zukunft Neuentals im Tourismus und bei Firmenansiedlungen. „Wir müssen uns bekannt machen, weiter weg kennt uns doch keiner“, sagte er. Auch die schrägsten Ideen wären besser als gar keine.

Qualifizierte Arbeitsplätze? Kein Problem für Göbert: Er werde als neuer Bürgermeister gleich am 2. Januar 2012 beim Melsunger Pharma- und Medizintechnik-Konzern B.Braun anrufen und sich dort bemerkbar machen. „Die können doch auch hier in Neuental etwas bauen“, ist er überzeugt. Sein Geheimrezept: „Man muss sich kümmern!“

Als praktizierender Bürgermeister nannte Kai Knöpper konkrete Vorhaben: Er will zum Beispiel die Kindergartenbetreuung auf elf Stunden verlängern, um den Ort für junge Familien attraktiv zu machen. Auch um mehr seniorengerechtes Wohnen und einen Ausbau des Radwegenetzes werde er sich kümmern.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare