Raiffeisenbank Borken ist mit Bilanz zufrieden

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Zufrieden: Raiffeisen-Chef Wolfgang König.

Borken. Man darf vermuten, dass das Gesellschaftsspiel "Risiko" nicht zu Wolfgang Königs Lieblingsbeschäftigungen zählt. Der Vorstandschef der Raiffeisenbank Borken ist heilfroh, dass er es mit weniger Risiko zu tun hat zumindest im Bankbereich.

Die Raiffeisenbank Borken sei vollständig in der Normalität angekommen. Hinter dem Geldinstitut liegt eine langwierige Sanierung, inzwischen habe seine Bank weniger Risiken in den Büchern als viele vergleichbare Genossenschaftsbanken, sagt König.

Diese "latenten Risiken" seien über Jahre das Hauptproblem gewesen, denn ein Risiko kann sich in einen Verlust etwa durch einen Kredit, der nicht zurück gezahlt wird verwandeln. Das Eigenkapital sei um 1,5 Millionen Euro auf 9,9 Prozent angestiegen, was aber immer noch zu wenig sei.

Das Betriebsergebnis ("das, was wir wirklich verdient haben") beziffert König auf 1,6 Millionen Euro im operativen Bereich. Beim Kreditgeschäft und den Kundeneinlagen habe es einen Rückgang um jeweils 2,5 Millionen Euro gegeben. Allerdings sei im gesamten Bereich also inklusive Bausparen, Versicherungen und Fonds, die aber nicht in den Raiffeisen-Büchern stehen die Summe, die Raiffeisen-Kunden investieren, von 237 auf 242 Millionen Euro gestiegen.

Die nächste Herausforderung nach der Sanierung heißt Demografie im Klartext: Es sterben mehr Menschen als geboren werden, die Zahl der Einwohner sinkt. Raiffeisen bemüht sich daher, die Gemeinden zu stärken. Ein Beispiel ist das "Lädchen für alles" in Kleinenglis, das als Genossenschaftsmodell betrieben werden soll. Raiffeisen engagiert sich unter anderem und organisiert die finanzielle Abwicklung.

In Bad Zwesten hat die Bank den Vorplatz der Filiale in eine Art Wasserspielplatz umgestaltet, um einen Treffpunkt zu schaffen. König sagt: "Wenn man erreicht, dass zwei oder drei Mitbürger nicht wegziehen, ist schon viel geschafft."

Es sei gelungen, im vergangenen Jahr 318 neue Mitglieder zu gewinnen. Zum Jahresende waren es 6423.

Eine Fusion der Bank sei in den kommenden drei Jahren kein Thema. Er rechne 2013 mit einem besseren Ergebnis, sagt der Bankchef. Und Risiko wird weiterhin nicht Wolfgang Königs Lieblingsspiel.

Quelle: HNA

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