Familie stärkt den Rücken

Rainer Barth kandidiert zum zweiten Mal für das Amt des Bürgermeisters

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Familienmensch: von links Rainer Barth mit Tochter Katharina (5), Sohn Alexander (10), Ehefrau Doris und Sohn Julius (8)

Schwalmstadt. Er ist ein Lokalpolitiker, für den Parteien nur eine untergeordnete Rolle spielen. Rainer Barth möchte für und mit den Menschen etwas bewegen. Er kandidiert für das Amt des Bürgermeisters in Gilserberg.

„Ich bewerbe mich bei den Bürgern“, sagte der Kandidat im Gespräch mit der HNA. Für ihn solle sich ein Bürgermeister allen Bewohnern der Gemeinde gleich verpflichtet fühlen. Parteipolitische Interessen stehen da nur im Weg. So sieht er gar eine überzogene Parteipolitik als Hindernis in kleinen Gemeinden.

Der studierte Umwelttechniker tritt parteilos an. Vor 19 Jahren gründete er die Wählergemeinschaft Hochland (WGH) mit. „Wir wollten Politik nur für das Hochland machen“, erzählt er. Nachdem die WGH keine eigene Liste mehr aufstellte, stellte ihn die CDU-Fraktion über ihre Liste als Gemeindevertreter auf. Seit 19 Jahren ist Barth auch im Parlament aktiv, seit sechs Jahren hat er das Amt des Ortsvorstehers Appenhain inne.

Dieses Engagement ist für ihn sehr wichtig: „Die Gemeinde lebt von Menschen, die sich engagieren“, sagt der 42-Jährige. Doch nicht nur in der Lokalpolitik auch im Verein zeigt er sich aktiv. Rainer Barth ist Mitglied der örtlichen Feuerwehr, der Jagdgenossen und verschiedener Fördervereine. Zurzeit arbeitet er bei einem Automobilzulieferer in Homberg (Ohm) als Gruppenleiter.

Und Rainer Barth ist ein Familienmensch: Die Mutter wohnt im Haus nebenan, Sohn Alexander (10) ist bei der Oma, während Ehefrau Doris mit der fünfjährigen Katharina und dem achtjährigen Julius spielt. „Meine Frau unterstützt mich“, betont er. Auch auf den Wahlplakaten rund um Gilserberg zeigt der Kandidat sich im Kreise der Familie. Barth kandidiert zum zweiten Mal, bereits 2000 stellt er sich zur Wahl als Bürgermeisterkandidat.

Als Bürgermeister möchte er die Schulden in den Griff bekommen, „damit Gilserberg handlungsfähig bleibt“. Auch den Leerstand sieht Barth als Aufgabe. Im Gegenzug würden an den Ortsrändern immer neue Bauplätze geschaffen. Zudem steht Windenergie auf seinem Plan. Barth betreibt seit knapp zwei Jahrzehnten Windanlagen. Für ihn ein Wirtschaftsfaktor, denn über regenerative Energie nehme die Gemeinde auch Geld ein.

Trotz der Pendelei zur Arbeitsstelle, der Familie und der Lokalpolitik nimmt Barth sich Zeit für seine Hobbys. Seine Leidenschaft ist die Musik. Als 18-Jähriger begann er Gitarre zu spielen. Nun tritt er mit der Gruppe Dorfrock oder solo auf. „Ich finde es gut, dass Musik mit deutschen Texten wieder so populär ist“, sagt der Freizeitmusiker, der auch selbst komponiert.

Zur Person

Rainer Barth ist Gilserberger Hochländer: Er wurde am 16. Mai 1970 in Marburg geboren und wuchs auf dem Hofseiner Eltern in Appen-hain auf. In dem Dorf lebt er nun mit seinen drei Kindern und Ehefrau Doris. Das Paar ist seit 20 Jahren verheiratet. Barth absolvierte eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker in Treysa, nach dem Zivildienst in Bad Wildungen studierte er in Gießen Umwelttechnik. Derzeit arbeitet er bei einem Automobilzulieferer in Homberg (Ohm) als Gruppenleiter im Bereich Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Energiemanagement. In seiner Freiheit engagiert er sich seit 25 Jahren bei der Feuerwehr Itzenhain-Appenhain. Doch seine Liebe gilt der Musik: Mehrere CDs hat Rainer Barth bereits veröffentlicht. (cls)

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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