Peter Wenzel genießt Blick und Beeren zwischen Ippinghausen und Wolfhagen

Am Rand des Mondscheins

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Stürmische Zeiten: Peter Wenzel ist wetterfest, seit 38 Jahren trägt er in Wolfhagen die HNA aus. Der aufziehenden Regenfront über seiner Heimatstadt sieht er vom Rand des Mondscheins gelassen entgegen.

Wolfhagen. Es sind nicht nur die leckeren Früchtchen, die Peter Wenzel zum Mondschein ziehen. Das Waldstück, das oberhalb der Landesstraße zwischen Wolfhagen und Ippinghausen beginnt und sich weiter zieht in Richtung Rauenstein ist auch ein schönes Gebiet für kleinere Wanderungen.

Allerdings, ausgewiesene Tourensteige gebe es hier keine, erzählt der 74-jährige Wolfhager, und findet das auch gut so: „Da habe ich schön meine Ruhe.“

Es ist ein ganz kleiner Zirkel Eingeweihter, der sich immer mal wieder durch Zufall trifft, besonders zur Erntezeit, Leute die es auf Beeren abgesehen haben, auf Brom-, Him- und Heidelbeeren. Die gibt es in guten Jahren hier am Rande des Mondscheins in rauen Mengen.

2013 war für die Sammler ein gutes Jahr, sagt Wenzel. Zweimal habe er in kürzester Zeit eine Zweiliter-Kanne vollgepflückt. Seine Frau kocht daraus leckeren Gelee.

„Da habe ich schön meine Ruhe.“

Das Sammeln verbindet der gebürtige Kasselaner, der seit 45 Jahren in Wolfhagen lebt, gern mit einem Päuschen, um das Panorama zu genießen, links rahmt die Stadt Wolfhagen das Bild, dann reihen sich die Basaltkegel vom Heidelbeerenberg, Escheberg und Bärenberg aneinander. Mittendrin im Landschaftsbild der Isthaberg.

Früh aus dem Haus

An der frischen Luft ist Peter Wenzel gern. Auch zu Zeiten, vor denen es anderen eher graut. Wenzel trägt seit 38 Jahren in Wolfhagen die HNA aus. „Um dreiviertel Vier gehe ich aus dem Haus“, sagt er. Sechs Mal pro Woche ist er unterwegs, damit seine Leute pünktlich ihre Frühstückslektüre im Briefkasten haben.

Auch bei Eis und Schnee. Die kalte Jahreszeit kann der dreifache Vater und siebenfache Großvater durchaus genießen. Beispielsweise an seinem Lieblingsplatz am Mondschein. „Besonders schön ist es hier oben im Winter“, sagt Peter Wenzel, „wenn es so aussieht, als sei das Wolfhager Land mit einem weißen Tuch bedeckt.“

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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