Folgen von Winterfrost und Grauschimmel sorgen für teils erhebliche Einbußen

Raps hat stark gelitten

Symphonie in Gelb: Das Gelb der Rapsfelder ist derzeit die dominierende Farbe in der Landschaft. Allerdings hat der Raps stark unter den Folgen des Winterfrosts sowie unter Grauschimmel gelitten hat. Das Foto stammt von Michael Grün und ist bei Kirchberg entstanden. Foto: Michael Grün

SCHWALM-EDER. Der Kreisbauernverband befürchtet erhebliche Einbußen bei der Rapsernte: Der Raps hat durch den starken Winterfrost gelitten. Als Spätfolge wurde er vom Grauschimmel befallen. Der Pilz hat einige Bestände von Landwirten im Kreis angegriffen. Wie hoch die Einbußen sein werden, ist laut Dr. Bernd Wenck vom Kreisbauernverband noch nicht abzusehen.

Die Widerstandskraft gegen pflanzliche Erreger sei schwach gewesen, und durch den Frost wurden die Rapspflanzen stark geschädigt, sagte Wenck.

„Im Moment blüht der Raps wunderbar gelb. Aber es gibt weniger Bestände, als in den Jahren zuvor. Wir erwarten keine Spitzenerträge“, berichtet Wenck.

„Die Schädigung des Raps in der Fläche kann man noch nicht absehen. Es ist allerdings weniger schlimm gekommen, als wir es befürchtet haben“, sagt Frank Käufler, Pflanzenbauberater vom Arbeitskreis Ackerbau Homberg.

Landwirt Walter Keim aus Allendorf ist der Meinung, dass der Winterfrost und der Ostwind für den Verlust von einigen Rapspflanzen verantwortlich seien. 20 Prozent seines Raps seien stark und zehn Prozent seien sehr stark befallen gewesen.

„In diesem Jahr sei besonders die Witterung eine Ursache der Rapsschädigung“, sagt Stefan Strube vom Kreisbauernverband. Eine erneute Aussaat war nicht in jedem Fall nötig, insbesondere wenn noch genügend Pflanzen den Winter überstanden haben, ergänzt Strube.

Jetzt treten aber zunehmend Spätfolgen auf, die sich auch in Ertragseinbußen und somit in Umsatzbußen auswirken. „Verlässliche Zahlen dafür gibt es derzeit noch nicht. Es ist ebenso wahrscheinlich, dass mögliche Ertragseinbußen in den jeweiligen Regionen stark differieren“, sagt Strube.

Von Franziska Kiele

Quelle: HNA

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