Kommunale Rettungsschirm könnte Frielendorfs Schuldenstand senken – Gebühren könnten steigen

Im Rathaus wird gerechnet

Raus aus dem Minus: Frielendorf soll künftig wieder schwarze Zahlen schreiben, dabei könnte der kommunale Schutzschirm helfen. Der Großteil der Schulden kam durch Kanalsanierungen wie in Großropperhausen zustande. Die Gemeinde muss sparen, neue Dorfgemeinschaftshäuser, wie das in Todenhausen, werden nicht mehr gebaut. Fotos: Grede 

Frielendorf. Geld und günstige Kredite – dafür steht der kommunale Schutzschirm des Landes, unter den Kommunen schlüpfen könne. Als eine von fünf Kommunen, die dafür im Schwalm-Eder-Kreis infrage kommen, gebe es für Frielendorf keine Alternativen, erklärte Bürgermeister Birger Fey. Die missliche finanzielle Talfahrt, die der Gemeinde fast ausschließlich durch die Investitionen in Kanalsanierung entstanden ist, sehe er damit gestoppt.

„Wenn uns Zinslasten und Tilgung abgenommen werden, ist das eine eindeutige Entlastung“, stellt Fey klar. Die Gemeinde erhofft sich davon eine Entschuldung in Höhe von 17 Millionen Euro. „Damit hätten wir ungefähr ein Drittel Schulden weniger“, sagt Fey. Er rechnet zudem mit einer Zinshilfe in Höhe von 340 000 Euro.

Als Gegenleistung heißt es für die Gemeinde sparen, sparen und nochmals sparen, denn am Ende soll ein ausgeglichener Haushalt stehen. Aktuell sieht Frielendorfs Haushaltsentwurf ein Defizit von 1,3 Millionen Euro vor. Die Konsolidierung sei aber bereits mit dem Haushaltsentwurf auf dem Weg. Mit einer Erhöhung der Kanalgebühren sänke das Defizit bereits auf 600 000 Euro, rechnet der Bürgermeister vor.

Ein erster Schritt unter den Schutzschirm wird eine Entscheidung der Gemeindevertretung sein. Mit diesem Grundsatzbeschluss könnte ein entsprechender Antrag auf den Weg gebracht werden. Mit Zustimmung von Gemeindevorstand und Konsolidierungsgruppe könnten dann Modalitäten ausgehandelt werden. Sitzung des Frielendorfer Parlaments, Montag, 27. Februar, ab 19. 30 Uhr, im DGH Leimsfeld

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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