Im Wiegelsweg gibt es die Nager vermehrt

Entenfüttern wegen Ratten in Treysa verboten

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Fütterungsverbot: Am Wiegelsweg dürfen künftig keine Enten mehr gefüttert werden. Der Grund: Wegen des reichlichen Nahrungsangebots werden Ratten dort zur Plage.

Treysa. Für Kinder zählt es zu den Lieblingsbeschäftigungen: Entenfüttern. Und so warten Heerscharen von Erpel und Enten am Wiegelsweg und an der Brücke über die Schwalm auf ihre tägliche Ration an Brötchen und anderen Leckereien aus Menschenhand. Doch damit soll nun Schluss sein.

Schwalmstadts Bürgermeister Dr. Gerhard Näser verordnet den Enten eine strikte Nulldiät. Ab sofort ist das Füttern der Tiere verboten.

Hintergrund des Verbots ist nach einer Mitteilung aus dem Rathaus das verstärkte Auftreten von Ratten, die machen sich an Futterplätzen der Enten breit. Schließlich fällt für sie stets auch etwas ab vom Futter, das Kinder, aber auch Erwachsene verteilen.

Aktualisiert um 14 Uhr

Die Folge: Seit einiger Zeit seien immer häufiger Ratten im Bereich des Wiegelsweges anzutreffen, heißt es in der Pressemitteilung des Bürgermeisters. Und das ist alles andere als ungefährlich. Denn Ratten übertragen bei direktem Kontakt oder indirekt, zum Beispiel durch ihren Kot, Krankheiten.

„Die Ratten scheuen bei ihrer Futtersuche nicht die Nähe zu Menschen und finden leider auch immer häufiger den Weg in die Kindertagesstätte Zwergenschatz und andere Gebäude“, heißt es weiter.

Da Ratten sich hauptsächlich dort wohlfühlen, wo ein Nahrungsangebot herrscht, trage besonders das Füttern der Enten durch Passanten auf der Grünfläche am Wiegelsweg zu dem gehäuften Auftreten der Ratten bei. Eine weitere Maßnahme zur Vorbeugung ist, das Gras auf der Grünfläche länger wachsen zu lassen, damit den Enten der Aufenthalt dort erschwert wird.

Nur der Rand der Grünfläche soll mit einer Rasenmäherbreite gepflegt werden. Es wird um Verständnis gebeten, dass zukünftig in diesem Bereich ein gewollter Wildwuchs herrschen wird, heißt es weiter.

Generell sollten Essensabfälle immer in geschlossenen Abfallbehältern entsorgt werden und nicht durch die Toilette weggespült werden, denn dann können sich die Nager in der Kanalisation mit Nahrung versorgen.

Außerdem sollten keine wild lebenden Tiere in den Grünanlagen gefüttert werden. Geplant sei außerdem, dass fachkundige Personen die Ratten bekämpfen. Wann der Rattenfänger am Wiegelsweg auftaucht, steht allerdings noch nicht fest. (jkö/ras)

Quelle: HNA

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