Umfrage: Raucherpausen sind okay

+
Raucherpausen kosten Geld: Unternehmensverbände sind für strengere Regeln.

Wolfhager Land. Raucherpausen am Arbeitsplatz soll es nach Ansicht von Unternehmensverbänden künftig nicht mehr geben. Wir fragten nach, wie damit im Altkreis Wolfhagen umgegangen wird.

Im Wolfhager Rathaus gibt es eine ganz klare Regelung. „Wer rauchen geht, muss die Zeit aufschreiben“, sagt Bürgermeister Reinhard Schaake. Arbeitszeit, die durch Raucherpausen verloren geht, muss nachgearbeitet werden. Dies sei auch gegenüber den Nichtrauchern eine faire Regelung.

„Wer rauchen geht, muss sich ausstempeln.“

Bei der Firma Energy Glas in der Pommernanlage haben Mitarbeiter die Möglichkeit, zum Rauchen kurz nach draußen zu gehen. Allerdings nur in Rücksprache mit dem Schichtleiter. Da dies im Rahmen bleibe, sei es auch für die Nichtraucher akzeptabel, sagt Geschäftsführer Hans Franke.

Ähnlich sieht es bei der Vitos in Merxhausen aus. Auch hier haben die Mitarbeiter Gelegenheit zu kleinen Rauchpausen. Allerdings seien die streng an den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet, so Vitos-Geschäftsführerin Irmgard Raschka-Halberstadt.

Nach Auskunft von Inga Eisel von der Gesundheit Nordhessen Holding gibt es in der Wolfhager Kreisklinik keine offiziellen Rauchpausen, aber auch keine Verbote. Allerdings greife in Wolfhagen das Projekt „Rauchfreies Krankenhaus“. Damit ist nicht nur das strikte Rauchverbot in der gesamten Klinik gemeint, sondern auch Hilfe für Raucher die vom Glimmstengel loskommen wollen. Sie erhalten für Entwöhnungskurse finanzielle Unterstützung.

„Wer Rauchen geht, muss sich ausstempeln“, sagt Harald Kühlborn, Pressesprecher beim Landkreis Kassel. Diese Zeit müsse dann nachgearbeitert werden. Dies sei für Raucher und Nichtraucher okay und habe auch noch nie zu Konflikten geführt.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare