Naturdenkmal beschädigt: Polizei ermittelt gegen unbekannten Sprayer

Verbotene Kunst: Förster Friedrich Vollbracht vor dem Graffiti-Bildnis an den Rauen Steinen. Foto: Ricken

Bründersen. Knallpink und blau strahlt das Graffito schon von weitem durch die Bäume. Unbekannte haben vermutlich am Wochenende die Rauen Steine beim Monschein zwischen Ippinghausen und Bründersen mit Sprühfarbe bemalt.

Zwar kann Förster Friedrich Vollbracht dem unbekannten Sprüher ein künstlerisches Talent nicht absprechen, macht aber klar, dass das ganz klar Sachbeschädigung ist. „Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.“

Zeugen gesucht

Bei den Rauen Steinen handelt es sich nämlich um ein mittelalterliches Naturdenkmal, und da könne nicht jeder seine künstlerische Ader ausleben. Wenn man da nicht gegen vorginge, wären bald die Steine kunterbunt. Der Grafitti-Täter hat eine Art stilisierten Straßenplan auf die Steine gesprüht. Zu erkennen ist darin das Wort Tipp. Was es damit auf sich hat, kann bisher niemand sagen. Spaziergänger, die die Aktion bei den Rauen Steinen beobachtet haben, sollen sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 05692/98290 melden.

Sandsteinformation

Die Rauen Steine bestehen aus Sandstein der Wilhelmshausener Schichten des Buntsandsteins. In der altgermanischen Sprache bedeutet die Silbe Rau Gericht. Die vier Felsgruppen befinden sich auf einer Anhöhe zwischen den Wolfhager Stadtteilen Bründersen im Ostnordosten und Ippinghausen im Westsüdwesten mitten im Wald. (ewa)

Quelle: HNA

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