Raus aus dem Stimmungstief!

Christian Krumm

Viele Menschen leiden unter Stimmungsschwankungen - vor allem in der dunklen Jahreszeit. Bewegungsmangel, Stress, Schlafmangel oder bestimmte Wetterlagen können zusätzliche Faktoren sein. Tatendrang und gute Laune sind plötzlich weg und stattdessen macht sich Pessimismus breit. Zieht sich das über längere Zeit hin, ist das Gespräch mit dem Hausarzt natürlich der beste Weg. Denn schlechte Stimmungen haben häufig eine körperliche Ursache.

Dann gibt es aber auch noch andere Wege aus dem Stimmungstief. Friedrich Nietzsche schreibt: „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ Schlechte Nachrichten und düstere Aussichten sind ein Teil unseres Lebens. Die Angst um den Arbeitsplatz, die Terrorgefahr oder die Erinnerung an das Erdbeben von Haiti im letzten Jahr sind die Abgründe, in die wir heute blicken. Und das schlägt uns auf die Stimmung.

Man muss sich nur lange genug damit beschäftigen und ein verhängnisvoller Kreislauf beginnt. Je mehr wir uns auf unsere Probleme und Sorgen konzentrieren, desto schlechter wird unsere Stimmung. So nimmt uns gerade die Konzentration auf das Negative die Kraft dazu, es auch zu bewältigen. Sinnvoll ist es also, sich immer wieder den schönen Seiten des Lebens zu widmen: den Urlaub planen, Musik machen, Sport treiben oder sich mit Freunden zum Spieleabend verabreden. Allerdings helfen solche angenehmen Ablenkungen nur begrenzt weiter und lösen die eigentlichen Probleme nicht.

Die Bibel gibt uns den Rat: Lasst uns auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens (Hebräer 12,2). Am Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus ist deutlich geworden: Gott liebt uns und meint es gut mit uns. Glauben ist deshalb das Vertrauen, dass Gott unser Leben zum Guten führt.

Ganz grundsätzlich steht unser Leben unter seinem guten Willen. Das gilt trotz aller schlechten Nachrichten und Bedrohungen.

Sicher wird durch das Vertrauen auf Gott das Leid auf Haiti nicht weniger. Und oft genug sind Menschen in ihrem Leid auf das Leben nach dem Tod vertröstet worden. Aber der Blick auf Jesus zeigt, dass Gott in jedem Abgrund bei uns ist und einen Ausweg kennt. Und diese Hoffnung gibt Mut die Probleme anzupacken.

Quelle: HNA

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