Razzia bei Bettenwelt in Homberg

Homberg. Ein Großaufgebot des Hauptzollamtes Gießen und der Homberger Polizei durchsuchte am Mittwochmorgen das Lager der Firma Bettenwelt in Homberg. Die Staatsanwaltschaft Kassel hatte die Razzia veranlasst, da der Verdacht besteht, dass ein Subunternehmer Scheinselbstständige beschäftigt.

Das sagte Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen.

100 Beamte des Hauptzollamtes, der Homberger Polizei, der Steuerfahndung Kassel und der Staatsanwaltschaft Kassel waren vor Ort, um Beweismaterial zu sichern und Mitarbeiter zu befragen. Das Gelände rund um das Lagergebäude der Bettenwelt wurde durch die Polizei abgeriegelt, um zu verhindern, dass jemand unbemerkt verschwinden kann.

Bereits im April hatte die Kasseler Finanzkontrolle Schwarzarbeit das Unternehmen überprüft, da es Hinweise auf Schwarzarbeit gab. "Der Verdacht, dass hier Scheinselbstständigkeit vorliegt, hat sich durch die Prüfung erhärtet, jetzt wird ermittelt", sagte Bender.

Kurz nach der Überprüfung im Frühjahr hätten einige der Osteuropäer ein Gewerbe angemeldet, sagte Bender. Und weiter: „Der Verdacht, dass hier Scheinselbstständigkeit vorliegt, hat sich durch weitere Überprüfungen erhärtet. Jetzt wird ermittelt.“

Ausländische Arbeitnehmer ohne Arbeitserlaubnis melden laut Bender häufig ein Gewerbe zum Schein an. Sie nutzen so die Niederlassungsfreiheit in der EU. „Dann braucht man keine Arbeitserlaubnis und muss keine Sozialabgaben abführen“, sagte der Zoll-Pressesprecher.

Gegen die möglicherweise illegal Beschäftigten werde derzeit nicht ermittelt, sagte Staatsanwalt Wied. Dennoch wurden auch Privatwohnungen in der Homberger Innenstadt nach Beweismitteln durchsucht.

Quelle: HNA

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