Reaktionen aus dem Altkreis zum neuen Papst

Erster Auftritt nach der Wahl: Jorge Mario Bergoglio winkt vom Balkon den Gläubigen auf dem Petersplatz zu. Fotos: Michael Kappeler/dpa/Archiv

Wolfhager Land. Der neue Papst kommt aus Argentinien: Jorge Mario Bergoglio wurde am Mittwochabend vom Konklave gewählt und nennt sich als neues Oberhaupt der katholischen Kirche Franziskus. Was sagen Kirchenvertreter aus dem Wolfhager Land zur Wahl des Jesuiten aus Lateinamerika?

Dechant Harald Fischer vom Dekanat Kassel-Hofgeismar reagiert verhalten auf die Wahl, die ihn auch überrascht hat. Bei der großen Aufregung um den neuen Papst wolle er vor allem darauf aufmerksam machen, dass der Papst der Sprecher der Kirche sei - „die Kirche lebt von der Gemeinde“. Gleichzeitig misstraue er dem Medienhype um das neue Oberhaupt. „Ich möchte erst die konkrete Arbeit abwarten.“

Der Name Franziskus stimme ihn aber hoffnungsvoll. Der historische Franziskus habe in einer schwierigen Zeit Demut und Bescheidenheit in den Mittelpunkt seines Lebens und Wirkens gestellt. Fischer erwartet vom neuen Papst, dass dieser die Eigenverantwortung der Ortskirchen wieder stärker in den Mittelpunkt rücke. „Ortsbischöfe sind die legitimen Leiter der Ortskirchen, nicht nur Erfüllungsgehilfen des Papstes.“

Wolfhagens evangelischer Dekan Gernot Gerlach sagte, er gratuliere der Römisch-Katholischen Kirche „von Herzen“ zur Wahl. Es sei zu erwarten, dass Papst Franziskus die Option für die Armen, die Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung, das Gespräch der Religionen, das Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit mit seiner theologischen Haltung und seiner herzbewegenden Demut betonen werde.

Von dieser Haltung werde eine Bewegung innerhalb der Katholischen Kirche und der weltweiten Christenheit ausgehen, der etwa innerkirchliche Reformen oder neue Impulse für die Ökumene folgen könnten.

Quelle: HNA

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