124 Schiedsrichter aus dem Landkreis wollen sich gegen Rassismus stark machen

Das Recht auf Respekt

Für Integration: Schiedsrichter aus dem Landkreis setzen sich für Fair-Play auf und neben dem Spielfeld ein. Foto: Privat

Schwalm-Eder. Ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form von Gewalt setzen jetzt 124 Schiedsrichter aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Die Schiedsrichter-Vereinigung des Landkreises ist dem Fair-Play-Forum geschlossen beigetreten. Die Schiedsrichter unterzeichneten eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung gegen Extremismus, Diskriminierung und Gewalt.

Außerdem diskutierten sie darüber, wie Extremismus jeglicher Art und Weise, Diskriminierung und Gewalt, auf und auch neben dem Fußballplatz verhindert werden kann. Mit dabei war auch Michael Glameyer, Geschäftsführer des Internationalen Bildungszentrums. Er informierte die Kreisschiedsrichter und stellte die Kampagne „Nein! - zu Diskriminierung und Gewalt“ vor. Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass sie ein aktives Zeichen gegen Gewalt im Schwalm-Eder-Kreis setzen wollen.

Felix Kempa, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Schwalm-Eder-Kreis zeigte sich von dieser Resonanz sehr erfreut: „Ich bin überrascht, dass es solch einen großen Anklang bei unseren Schiedsrichtern gefunden hat.“ Und der stellvertretende Kreisschiedsrichterobmann Volker Römer betonte: „Wir Schiedsrichter sind offen. Wir haben jede Woche Schiedsrichter unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe und Religion bei uns zu Gast und alle kommen sehr gut miteinander aus. Wir werden diese Kampagne aktiv unterstützen.“

Sie werden einschreiten

Jeder Mensch habe ein Recht darauf, respektiert zu werden, unabhängig von seiner Kultur, Hautfarbe, Muttersprache, sexueller Neigung oder Religion. Wer diesen Grundsatz bestreite und sich rassistisch verhalte, habe in der Fußballgemeinschaft keinen Platz. Als Schiedsrichter verpflichte man sich, in seinem Wirkungsbereich konsequent gegen rassistische Äußerungen, Provokationen und Handlungen einzuschreiten und im Bedarfsfall einen Spielabbruch herbeizuführen. Zudem wollen sich die Schiedsrichter für Integration, Vielfalt und Respekt einsetzen und damit die Ziele des Fair-Play-Forums des hessischen Fußballs unterstützen. Künftig werde man auch auf den Sportplätzen im Landkreis das Logo der Kampagne „Nein! - zu Diskriminierung und Gewalt“ sehen können. (red)

Quelle: HNA

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