Rechtsanspruch ab 2013

Rechtsanspruch ab 2013: Zahl der Krippenplätze im Kreis mehr als verdoppelt

Schwalm-Eder. Die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren im Schwalm-Eder-Kreis mehr als verdoppelt.

Das geht aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD im hessischen Landtag hervor. Demnach gab es am Jahresanfang 2009 im Landkreis 531 Plätze für Kleinkinder, am 1. September dieses Jahres waren es 1175.

Hintergrund dieser forcierten Entwicklung sind Pläne, dass ab August 2013 alle Eltern einen Anspruch auf Betreuung von Kindern ab einem Jahr und unter drei Jahren haben werden. Die Zielmarke im Landkreis sind 37 Prozent der betreffenden Kinder, sagte Vizelandrat Winfried Becker. Das entspricht 1462 Betreuungsplätzen.

Möglicherweise geht der Ausbau für die Kinder unter drei Jahren jedoch zu Lasten von Betreuungsplätzen für ältere Kinder. Im Landkreis sind jedenfalls zeitgleich zum Anstieg der U3-Plätze die Plätze in Kindergärten und Horten weniger geworden. Statt 377 gibt es jetzt noch 359 Hortplätze, in denen Kinder nach Schulschluss betreut werden können.

Becker ist das Problem bewusst. Im Grundschulbereich sei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch schwieriger. „Die Kommunen stoßen finanziell an ihre Grenzen“, sagte Becker über den Ausbau von Kinderkrippen.

Der Schwalm-Eder-Kreis bemühe sich um Abhilfe, indem er Räume für Betreuungsvereine in Schulen zur Verfügung stelle, beispielsweise in Guxhagen und Fritzlar. Ziel müsse es sein, direkt in den Schulen entsprechende Angebote zu machen.

Zurzeit warte der Landkreis auf Nachricht vom Land, inwieweit die Betriebskosten der Kinderkrippen bezuschusst werden, „händeringend“, wie Becker sagt. Für die Einrichtung der Krippenplätze gab es Geld vom Land.

Quelle: HNA

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