Ältestenrat soll über Verwaltungsrat der Kreissparkasse beraten

Regeln vereinfachen

Schwalm-Eder. Die komplizierten Regeln für die Besetzung des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Schwalm-Eder sollen verändert werden. Der Kreistag beschloss, das Thema dem Ältestenrat zu übergeben.

Hintergrund war ein Antrag der Grünen, die unter anderem erreichen wollten, dass sieben der 15 Mitglieder Frauen sein sollten. In Gleichstellungsfragen gebe es zu viele Absichtserklärungen, in der Realität passiere aber zu wenig, sagte Margitta Braun (Grüne).

Scharfer Konter

Rüdiger Staffel (FWG) konterte scharf: Die Grünen hätten die Frauen für den Verwaltungsrat erst entdeckt, nachdem ihr Kandidat Hermann Häusling gescheitert sei. Der Antrag der Grünen verdiene „eine Beerdigung 1. Klasse“, zumal man die Bediensteten in der Wahl ihrer fünf Vertreter nicht einschränken dürfe.

Nils Weigand (FDP) erklärte, seine Partei sei grundsätzlich gegen eine Frauenquote. Die FDP-Fraktion beweise, dass auch ohne Quote ein hoher Frauenanteil möglich sei, in diesem Fall zwei von vier Abgeordneten.

Die Grünen und Vertreter der anderen Fraktionen schilderten die Schwierigkeiten bei der Besetzung des Verwaltungsrates, der sich ein Jahr lang hinzog. So gibt es einige „geborene Mitglieder“, das sind die Bürgermeister von Fritzlar, Homberg und Spangenberg. Dazu kommt ein Proporz der ehemaligen Landkreise, die in den Schwalm-Eder-Kreis übergingen.

So mussten etwa die Grünen jemanden aus der Schwalm finden, der zudem kein Kreistagsmandat haben durfte. „Der Spielraum ist außerordentlich klein“, sagte Bernd Siebert (CDU). Da die CDU zurzeit drei geborene Mitglieder stelle, bleibe kaum Platz für Entscheidungen.

Der Ältestenrat soll nun prüfen, inwieweit die Regeln verändert werden können. Unter anderem sind juristische Fragen offen, da die Regelungen bei der Fusion früherer Stadtsparkassen beschlossen wurden. Diese Vertragspartner gibt es, ebenso wie die alten Landkreise nicht mehr. (ode)

Quelle: HNA

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