Die 33-Jährige ist Sozialpädagogin 

Regina Frederkindt leitet Mädchentreff im Frauen- und Familienzentrum Fritzlar

+
Sie leitet den Mädchentreff im FaFritz Fritzlar: Sozialpädagogin Regina Frederkindt möchte den Jugendlichen einen Raum bieten, in dem sie sich entfalten können. 

Fritzlar. Bei ihr ist keine Frage zu doof, kein Problem zu peinlich. Zu ihr können die Jugendlichen mit allen Anliegen kommen: Von der Fünf in der Mathearbeit über Probleme bei der Jobsuche bis zum Stress mit dem ersten Freund.

„Ich bin Sozialpädagogin durch und durch. Ich bin nicht die Mama, sondern eine Ansprechpartnerin, mit der sie über alles reden können“, sagt die 33-jährige Regina Frederkindt. Sie leitet den Mädchentreff im Frauen- und Familienzentrum FaFritz Fritzlar.

Der Mädchentreff ist – außerhalb der Ferien – freitags von 19 bis 21 Uhr geöffnet. Frederkindt möchte damit einen Raum für die 12- bis 17-Jährigen schaffen. Weg von den Eltern, raus aus dem gewohnten Umfeld. „Die jungen Mädchen sollen sich entfalten können“, erklärt die Sozialpädagogin. Manchmal hat Frederkindt einen Plan für den Freitagabend. Sie möchte kochen, mit den Jugendlichen Sport treiben, Filme schauen oder basteln. Dann wird dieser Plan über den Haufen geworfen, weil ein akutes Problem ansteht, die Mädchen reden müssen.

Ihr Rat ist gefragt

Manchmal kommen die Gespräche einfach so, ganz nebenbei. Es geht um alles, was Jugendliche in diesem Alter beschäftigt. „Die Berufswahl ist ein großes Thema“, sagt Frederkindt. Viele Schüler absolvieren Praktika und versuchen sich in Berufen. Dann kommen sie mit ihren Ideen zu Frederkindt und wollen wissen: Was hältst du davon?

Die Unterstützung der Sozialpädagogin ist auch beim Thema Ernährung gefragt. Immer wieder hadern die Mädchen mit ihrer Figur, fühlen sich zu dick oder zu dünn. Frederkindt versucht, ihnen eine positive Körperwahrnehmung zu vermitteln. Die 33-Jährige kombiniert Kochen mit Sport, trainiert mit den Mädchen einmal im Monat in der Sportschule nebenan.

Dort schaffen sich die Jugendlichen kleine Erfolgserlebnisse. Sie lernen, in einer Gruppe zu bestehen, sich auch mal zurückzunehmen und sich mit den anderen zu arrangieren. „Manchmal korrigieren sich die Mädchen auch gegenseitig“, erklärt Frederkindt. Etwa, wenn die einen den gemeinsamen Kochabend vorbereitet haben, sind die anderen dem Abwasch dran. Jeder übernimmt in der Truppe eine Aufgabe. „Das ist hier ein starkes Teambuilding“, so die 33-Jährige. Frederkindt schließt mit ihrer Einladung für den Freitagabend eine Lücke. „Für den Spielplatz sind die Mädchen zu alt, für die Disco zu jung“, sagt sie. Die Kasselerin sieht die zwei Stunden auch nicht als Arbeit. „Es ist eine nette Plauderrunde mit den Mädels. Wir gestalten zusammen einen schönen Abend.“

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare