Schwalmstädterin als Kandidatin nominiert

Landtagswahl: Regine Müller soll es für die SPD richten

Blumen für die Kandidatin: Regine Müller soll sich für die SPD im südlichen Schwalm-Eder-Kreis wieder um einen Sitz im Landtag bewerben. Unser Foto zeigt sie mit (von links) dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Franke, dem SPD-Unterbezirksvorsitzenden, Landrat Frank-Martin Neupärtl, sowie dem SPD-Unterkreisvorsitzenden, Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller. Fotos: Rohde

Remsfeld. An der Schwalmstädterin Regine Müller führt bei der SPD im südlichen Schwalm-Eder-Kreis kein Weg vorbei. Die Delegierten des Landtagswahlkreises 8 nominierten „die Regine“ am Freitagabend in Remsfeld erneut zu ihrer Kandidatin für die bevorstehende Wahl im Herbst.

Das Ergebnis: Für die amtierende Landtagsabgeordnete votierten 63 der 68 Delegierten, zwei stimmten mit Nein, drei enthielten sich. Einen Gegenkandidaten hatte es nicht gegeben.

Ersatzbewerber der SPD für den Landtagswahlkreis 8 ist der Knüllwalder Helmut Wettlaufer (48). Er setzte sich gegen Mitbewerber Thomas Schulz aus Borken durch.

Regine Müller, die den Wahlkreis 8 vor vier Jahren auf Anhieb direkt gewonnen hatte, reklamierte in ihrer Rede vor den Delegierten vor allem viele soziale Themen für sich.

Die Familien bräuchten ein gutes Betreuungsangebot für den Nachwuchs. Statt die finanzielle Ausstattung der Kommunen weiter zu kürzen, müssten die Städte und Gemeinden mehr Geld für die frühkindliche Förderung erhalten, forderte die 53-Jährige, die bis 2008 als Leiterin eines Kindergartens gearbeitet hatte.

Der Bildungserfolg hänge immer noch vom sozialen Staus der Eltern ab. „Wir wollen keine möglichst frühe Auslese, sondern ein längeres gemeinsames Lernen.“ Der Bildungsweg G 8 habe sich als schwerer Fehler herausgestellt, der nun korrigiert werden müsse.

Eine gerechtere Arbeitsmarktpolitik mit Mindestlöhnen hält Regine Müller für unverzichtbar: „8,50 Euro pro Stunde sind die Schmerzgrenze.“ Ein niedriges Lohnniveau führe im Alter in die Armut. Das treffe oft die Frauen, die noch immer nicht den selben Lohn für die gleiche Arbeit erhielten.

Für die Gesundheitsversorgung auf dem Lande könnten Gesundheitszentren die Lösung sein, sagte die Sozialdemokratin. Junge Ärzte wollten ein planbares Leben und mehr Zeit für ihre Familie. Darauf müsse man sich einstellen. Die Gesundheitsvorsorge müsse für alle bezahlbar bleiben, forderte Müller. Deshalb müsse es eine Bürgerversicherung geben, in die alle einbezahlen.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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