Zweiter Anlauf

Region mit Qualität: Naturpark Habichtswald ausgezeichnet

Zierenberg. Strahlende Gesichter gab es am Freitag: Der Naturpark Habichtswald ist nun ein Qualitäts-Naturpark. Diesen Titel behält er für die nächsten fünf Jahre. Neben dem Habichtswalder Naturpark haben dieses Jahr deutschlandweit 21 weitere Parks das Zertifikat erhalten.

Verliehen wird das Prädikat vom Verband Deutscher Naturparke (VDN).

„Wir hatten schon im Mai ein gutes Gefühl“, sagt Annika Hartmann, Leiterin des Naturparks Habichtswald. Ein Qualitätsscout war zwei Tage im Park unterwegs und hat alle Angaben unter die Lupe genommen. Denn zuvor musste ein umfangreicher Fragenkatalog ausgefüllt werden.

Anfang September wurde aus der Vermutung endlich Gewissheit: Der Park erhält das Zertifikat. „Das ist das Indiz dafür, dass wir uns seit 2006 gut entwickelt haben“, sagt der Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald Jürgen Depenbrock. Beim ersten Anlauf hatte es noch nicht für das Zertifikat gereicht.

Die maximale Punktzahl, die erreicht werden kann, beträgt 500. Der Naturpark Habichtswald ist dieses Jahr auf 360 Punkte gekommen. „Das zeigt, dass wir mit unseren Partnern tolle Projekte umsetzen“, sagt Jürgen Depenbrock. Gemeint sind Konzepte wie die Wilden Wochen, die Mountainbiker-Strecke und der Habichtswaldsteig. „Es ist ein gemeinsamer Erfolg mit vielen Akteuren“. So besteht beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit Hessen-Forst. Dieser stellt dem Naturpark einen Förster aus Wolfhagen zur Verfügung.

Auch Landrat Uwe Schmidt unterstreicht das gemeinsame Mitwirken aller Beteiligten. „Ein Mensch alleine schafft das nicht“, so der Vorsitzende des Naturparks Habichtswald. „Und ich bin stolz, dass sich so viele ehrenamtlich engagieren.“ Gemeint sind die Naturparkführer, Ranger und Mitarbeiter des naturschutzfachlichen Bereichs.

Das Zertifikat zeige, so Depenbrock, dass der Naturpark Habichtswald im nationalen Vergleich sehr gut aufgestellt ist. Und gleichzeitig sei es auch Ansporn, noch besser zu werden. „In Zukunft wollen wir unsere Wanderwege digital erfassen und kritisch unter die Lupe nehmen.“ Außerdem sollen die Naturparkführer ein Zertifikat erhalten. (pju)

Quelle: HNA

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